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Musikalische Anfänge liegen im Dunkeln

Ilsfeldvon Joachim Kübler HSt

Anno 1955: Der neu gewählte Kom­man­dant Fritz Kalm­bach initi­iert die Gründung des Spiel­manns­zuges der Ils­felder Feu­er­wehr. Das 50-jährige Bestehen wird an diesem Wochen­ende groß gefeiert.

Unter­lagen über die Ent­ste­hung und anfängliche Ent­wick­lung gibt es fast keine. Die Anfänge des Spiel­manns­zuges liegen im Dun­keln. Frei­lich ist bekannt, dass der erste Stabführer Karl Röhrich sich bemühte, das damals aus­schließlich männliche Team ans Noten­lesen und an das Spielen der Instru­mente her­anzuführen. Keine ein­fache Arbeit, denn nur wenige waren mit diesen Fähig­keiten aus­ge­stattet. Um so erfreu­li­cher, dass es den­noch klappte und der Spiel­mannszug sich gut ent­wi­ckelte.

Auf Karl Röhrich folgte der Lauf­fener Franz Pohl, der mit strenger Hand den Zug führte, ehe er durch Sieg­fried Rei­chert abgelöst wurde. Dieser wie­derum lenkte acht Jahre lang die Geschicke der Feu­er­wehr­mu­siker. Nach Rei­cherts Aus­scheiden über­nahm Gott­fried Ziegler den Stab. Unter seiner Ägide wurde erst­mals ein erfolg­rei­cher Vorstoß in Rich­tung Jugend­ar­beit unter­nommen. Es gelang dem neuen Stabführer, rund 20 Jugend­liche an die Feu­er­wehr­musik her­anzuführen. Viele von ihnen gingen später in die Kapelle über.

Als Ziegler aus Gesund­heitsgründen das Amt aufgab, folgte ihm seine Tochter Evelyn nach. Sie führt heute, nach einer Pause von sieben Jahren, wieder den Zug. Während dieser Pause war Chris­tian Bernert für die Musik­ab­tei­lung der Ils­felder Wehr zuständig.

Heute gehört der Ils­felder Spiel­mannszug zu den 168 Zügen der baden-württem­ber­gi­schen Feu­er­wehr, die sich inner­halb des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bands eine eigene Struktur gegeben haben. Im Regie­rungs­be­zirk Stutt­gart gibt es noch gut 60 Feu­er­wehr­mu­sik­ab­tei­lungen. Im Land­kreis Heil­bronn dagegen steht Ils­feld gemeinsam mit Bad Fried­richs­hall allein auf weiter Flur. Ledig­lich in Heins­heim eta­bliert sich gerade ein neuer Zug.

Die Ils­felder Feu­er­wehr­mu­siker - das sind der­zeit 21 aktive Frauen und Männer, daneben etwa 30 Jugend­liche, die noch in Aus­bil­dung sind. Einige von ihnen haben aller­dings schon die Feu­er­taufe eines öffent­li­chen Auf­tritts bestanden.

Info:

Von Samstag bis Montag, 23. bis 25. April, ver­an­stalten die Flo­ri­ansjünger im Ils­felder Feu­er­wehr­ma­gazin ein Jubiläums­fest.

Am Samstag gibt's ab 20 Uhr eine Abend­ver­an­stal­tung mit den „Auenwäldern“.

Der Sonntag beginnt um 11 Uhr mit einem Frühschoppen. Dann spielt der Zug aus Bad Fried­richs­hall für die Gäste auf. Um 11.30 Uhr folgen Anspra­chen und Ehrungen, ab 14.30 Uhr werden Kaffee und Kuchen ser­viert.

Am Abend ist ab 19 Uhr Pro­gramm.

Am Mon­tag­abend läutet das „Ori­ginal Uhl­berg Duo“ ab 19.30 Uhr den Aus­klang der Fest­lich­keiten ein. Für Speisen und Getränke ist während der drei Tage natürlich gesorgt. Und auch für die jüngsten Besu­cher ist Kurz­weil geboten.

Foto: Das Foto zeigt den Spiel­mannszug der Ils­felder Feu­er­wehr in seinen Anfangs­jahren unter der Lei­tung von Franz Pohl. An diesem Wochen­ende wird der Geburtstag groß gefeiert. (Foto: privat)