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Mit Löschzügekonzept auf dem richtigen Weg

Eppingenvon Nicole Theuer, HSt

Das Lob am Ende der Jah­res­hauptübung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr und ihrer Abtei­lungen kam aus beru­fenem Munde. „Wir sind mit dem Ablauf sehr zufrieden“, sagte Stadt­kom­man­dant Martin Kuh­mann nach zwei Schweiß trei­benden Stunden. Es war ein sport­li­ches Pro­gramm, das die Ein­satzkräfte zu bewältigen hatten. „Das ergibt sich zum einen aus der Größe des Objekts, und zum anderen durch die Pro­bleme mit der Löschwas­ser­ver­sor­gung“, fasste Kuh­mann zusammen.

Ansprech­partner Die Übungs­planer hatten den Ernst­fall realitätsnah simu­liert. Immer wieder galt es für die gut 100 Löschkräfte neue, nicht vor­her­seh­bare Her­aus­for­de­rungen wie den Kreis­lauf­kol­laps eines Atem­schutzgeräteträgers, das dro­hende Überg­reifen der Flammen auf einen 5000 Liter Die­sel­tank oder das Aus­treten von Brand­rauch aus einem Spänesilo der Absaug­an­lage zu bewältigen. „Die Übung hat gezeigt, dass wir mit unserem Löschzügekon­zept auf dem rich­tigen Weg sind“, erklärte Martin Kuh­mann und fügte an: „Wir sind damit besser auf­ge­stellt. Für die Ein­satz­lei­tung gibt es beim Ein­treffen des Löschzuges nur noch einen Ansprech­partner und nicht vier oder fünf.“

Als „beein­dru­ckend“ bezeich­nete Bürger­meister Peter Thal­mann die Schlag­kraft der Wehren: „Die Übung mit dem ein­ge­setzten Löschzug Süd bedeutet bei den Gemeinderäten, die vor Ort waren, einen großen Schritt in Sachen Mei­nungs­bil­dung.“ Thal­mann sprach auch die Schwie­rig­keiten mit der Löschwas­ser­ver­sor­gung an. „Wir müssen ins Gespräch gehen. Denn die Löschwas­ser­ver­sor­gung muss gere­gelt werden.“ Er betonte, die Logistik an der Ein­satz­stelle müsse so sein, dass die Sicher­heit der Ein­satzkräfte gewährleistet sei.

Schie­nen­que­rung Die Schwie­rig­keit am Übungs­ob­jekt, der Firma Mayr-Melnhof, liegt darin, dass das Hydran­ten­netz ledig­lich Löschwasser für zwei Stunden her­gibt. „Eine Was­ser­ent­nahme aus der Elsenz kann der­zeit wegen der Bahn­linie nur über eine sehr weite Strecke vor­ge­nommen werden, da keine Lei­tung zur Schie­nen­que­rung vor­handen ist“, erklärte Kuh­mann.

Für die alle zwei Jahre statt­fin­dende Übung wurden in einem Durch­gangs­graben zwei Lei­tungen vor­be­reitet, um die Que­rung zu simu­lieren. Diese Lösung könnte sich Thal­mann auch als ständige Lösung vor­stellen. „In diesem Sinne sollte künftig auch eine feste Schie­nen­que­rung zur Löschwas­ser­ver­sor­gung des Gewer­be­ge­biets, bezie­hungs­weise des Damm­hofs geschaffen werden“, sagte er. Am Samstag war ange­nommen worden, dass an einer Hobel­ma­schine des größten Holz ver­ar­bei­tenden Betriebs der Stadt ein Schwel­brand ent­standen war.

Bild: Bei der Firma Mayr-Melnhof übten die Eppinger Wehren für den Not­fall: Die Atem­schutzgeräteträger legten ihre ganze Ausrüstung an. (Foto: Franz Theuer)