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Mit Kommandowagen abgeblitzt

Güglingenvon Thomas Dorn HSt

Nicht alle Wünsche werden wahr. Der Güglinger Gemein­derat hat der Anschaf­fung eines neuen Löschfahr­zeugs für die Abtei­lung Eibens­bach zwar zuge­stimmt. Den Kauf eines Kom­man­do­wa­gens für die Abtei­lung Güglingen lehnte er dagegen ab.

FUW-Spre­cher Ulrich Herzog sprach für alle: ?Dass das 27 Jahre alte Fahr­zeug in Eibens­bach ersetzt werden muss, steht außer Frage.? Das so genannte LF 8/6 ist tech­nisch ver­altet, hat keine Lenk­hilfe und keine Möglich­keit, Löschwasser mitzuführen. Nach dem im Jahr 1996 vor­ge­legten Beschaf­fungs­plan für die Güglinger Wehr war die Ersatz­be­schaf­fung für das Jahr 2002 vor­ge­sehen.

Die Rats­runde winkte den Kauf des Nach­fol­ge­mo­dells, des rund 200 000 Euro teuren LF 10/6, dann auch zügig durch. Sofern die bean­tragten Zuschüsse (41 800 Euro) bewil­ligt werden, soll es so bald wie möglich bestellt werden.

Weniger großzügig zeigte sich der Gemein­derat in Sachen Kom­man­do­wagen. Da bewegten sich die im Raum ste­henden Kosten zwar nur zwi­schen 17 000 Euro für ein gebrauchtes und 38 000 Euro für ein neues Fahr­zeug, doch auch diese Inves­ti­tion war den meisten zu hoch. ?Wir sollten erstmal sehen, wie sich die Bau­kosten fürs neue Feu­er­wehr­ma­gazin tatsächlich ent­wi­ckeln?, riet Ulrich Herzog. Schließlich habe man zuletzt ?unglaub­lich viel? ins Feuerlöschwesen inves­tiert.

Für Werner Gut­brod (FUW) war dies die ent­schei­dende Frage: ?Ist die Feu­er­wehr funk­ti­onsunfähig ohne diesen Kom­man­do­wagen?? Diese Frage ver­mochte nicht einmal Kom­man­dant Man­fred Rapp unein­ge­schränkt zu bejahen. Er ver­wies aber darauf, dass die Anschaf­fung eigent­lich schon für 1999 geplant gewesen sei, dann aber - wegen feh­lender Unter­stellmöglich­keit - immer wieder ver­schoben worden sei. ?Ein­satz­tak­tisch? sei ein Kom­man­do­wagen ?wert­voll?, so Rapp. Feu­er­wehren wie Bra­cken­heim, Lauffen, Ils­feld, Nord­heim oder Schwai­gern hätten die Vor­teile längst erkannt.

Auch wenn der Kom­man­dant die Unterstützung von Bürger­meister Klaus Die­te­rich hatte: Die Rats­mehr­heit sah keine wirk­liche Not­wen­dig­keit, das Fahr­zeug jetzt anzu­schaffen. Drei Stimmen für den Kauf - das war zu wenig.