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Kripo: Feuer nicht vorsätzlich gelegt

Eppingenvon Peter Boxheimer, HSt

Noch unklar ist die Ursache für den Wohn­haus­brand in Eppingen, der am Mitt­woch­abend einen Sach­schaden von weit über 100 000 Euro ver­ur­sacht hat. Dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde, schließt die Polizei aus.

Sechs Stunden brauchte die Eppinger Feu­er­wehr, bis sie den Brand im städti­schen Wohngebäude Gänsgar­tenweg 2 gelöscht hatte. Aus­ge­bro­chen war das Feuer in einem Dach­ge­schoss­zimmer, in dem ein 48-Jähriger lebte. Der Mann und fünf wei­tere Haus­be­wohner flüchteten ins Freie; drei wurden wegen des Ver­dachts auf Rauch­gas­ver­gif­tung ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert.

Die Eppinger Feu­er­wehr drang zunächst mit Atem­schutzgeräteträgern durch das Trep­pen­haus in das Gebäude ein. Die Löschtrupps mussten den Innen­an­griff jedoch wegen zu großer Gefahr abbre­chen. Stadt­kom­man­dant Rein­hard Frank: „Wir haben uns zurückge­zogen, weil ein Ein­sturz des Gebäudes befürchtet wurde.“ Des­halb setzten die Flo­ri­ansjünger auf die Bekämpfung des Feuers von außen mit Hilfe der Dreh­leiter.

Mit Einreißhaken ent­fernten sie Dach­ziegel vom Gebäude, um an den Brand­herd zu kommen. Große Teile des Dach­ge­schosses wurden zerstört. Immer wieder fla­ckerten Brand­nester auf, das letzte gegen Morgen. Um sicher zu gehen, dass das Feuer kom­plett gelöscht war, unter­suchten die Wehr­leute die Dach­balken mit einer aus Neckar­sulm ange­for­derten Wärme­bild­ka­mera.

Fast bis Mit­ter­nacht dau­erte der Löschein­satz. 60 Wehrmänner und acht Fahr­zeuge waren vor Ort. Verstärkung erhielt die Stützpunkt­wehr von der Abtei­lung Mühlbach. Die Haus­be­wohner, die nicht ins Kran­ken­haus mussten, kamen bei Ver­wandten oder Nach­barn unter. Ein Zim­mer­mann deckte das Dach mit Planen ab, um wei­tere Schäden durch Regen zu ver­hin­dern.

Am Don­ners­tag­morgen nahm die Kripo die Ermitt­lungen auf. „Es haben sich keine Hin­weise auf vorsätzliche Brand­stif­tung ergeben“, teilte der Heil­bronner Polizei-Pres­se­spre­cher Torsten Wei­de­mann mit. Nicht aus­zu­schließen sei aller­dings, dass das Feuer durch Fahrlässig­keit ver­ur­sacht worden ist.

Fünf Woh­nungen und drei Ein-Zimmer-Appar­te­ments waren in dem Gebäude ein­ge­richtet, das zum Ensemble der Unteren Mühle gehört. Teil­weise diente das vor rund zehn Jahren sanierte Haus als Obdach­losen-Unter­kunft. Zum Teil waren die Räume ver­mietet.

„Es ist noch offen, was mit dem Gebäude pas­siert“, meinte Eppin­gens Oberbürger­meister Klaus Holaschke am Tag nach dem Brand. Zunächst müsse abge­wartet werden, zu wel­chem Ergebnis die Experten der Gebäude­ver­si­che­rung kämen. Neben den Zerstörungen im Dach­stuhl hat der Brand etliche Zimmer verrußt. Am wenigs­tens beeinträchtigt wurden die beiden Erd­ge­schoss-Woh­nungen. „Hier gibt es kaum Was­ser­schaden“, erläuterte das Stadt­ober­haupt. Ob das Haus abge­bro­chen werden muss, vermag Holaschke des­halb noch nicht zu sagen.

Bild 1: Bei dem Brand weit gehend zerstört wurde der Dach­stuhl des Gebäudes, das zum Ensemble der Unteren Mühle gehört. (Foto: Peter Box­heimer)

Bild 2: Dreh­leiter im Blick­punkt: Sechs Stunden dau­erte der Löschein­satz der Eppinger Feu­er­wehr am Gänsgar­tenweg. Immer wieder fla­ckerten im Dach­ge­schoss des städti­schen Wohn­hauses Brand­nester auf. (Foto: Alex­ander Het­tich)