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Kampf gegen Wasser und mit der Kondition

von Martin Oheim, HSt

28 Jugend­feu­er­wehren aus dem gesamten Land­kreis waren am Samstag an das Ober­wasser der Gun­dels­heimer Schleuse gekommen. Der Grund war nicht, die Sau­er­stoff­zu­fuhr im Neckar zu erhöhen, son­dern sich im Schlauch­boot­rennen mit anderen Jugend­wehren zu messen.

Die Gun­dels­heimer Jugend­feu­er­wehr hatte zu der Ver­an­stal­tung bereits zum sechsten Male ein­ge­laden. Dort, wo nor­ma­ler­weise die Per­so­nen­schiffe anlegen, waren Start und Ziel. Jeweils vier Flo­ri­ansjünger sitzen mit Schwimm­weste und Paddel in einem Schlauch­boot. Als kleiner, heller Punkt ist neckar­aufwärts die Boje zu erkennen. Mit Gewichten beschwert, wurde diese am Vor­mittag vom Ret­tungs­boot der Gun­dels­heimer Feu­er­wehr aus ver­senkt.

500 Meter sind es vom Start bis dorthin und der selbe Weg ist auch flussabwärts wieder zurückzu­legen. In zwei Alters­gruppen wird gestartet. Die Jüngeren sind unter 15, die Alters­gruppe zwei dem­entspre­chend darüber.

Nur am Start sind alle Mann­schaften zusammen, schnell trennt sich die Spreu vom Weizen. Recht unter­schied­lich sind die Tech­niken: Bei man­chen Booten ste­chen zunächst die Vor­der­leute ein paar Mal ins Wasser, anschließend machen's ihnen die Hin­ter­leute nach. Bei anderen wieder geht es kreuz und quer oder reihum. Ent­spre­chend sind auch die Ergeb­nisse.

Zwi­schen knapp unter zehn Minuten und mehr als einer Vier­tel­stunde dauert es, bis die Schlauch­boote die Zeit­nahme wieder pas­sieren. Nach der Ziel­ein­fahrt springen die meisten Teams ins Wasser. Die Neckar­fluten ver­fehlen ihre erfri­schende Wir­kung nach dem anstren­genden Rennen nicht.

Noch mehr nach Luft als die Neckar­fi­sche der­zeit, rangen die Jugend­be­treuer nach deren Rennen. Erst­mals durchgeführt hatte vor allem der Löschnach­wuchs am Ufer seinen Spaß. So kämpften die Männer in den Booten nicht nur gegen das Wasser, son­dern auch mit der Kon­di­tion.

Ver­schwitzt und außer Puste kamen die sechs Teams im Ziel an, das von den Betreuern aus Offenau als erstes ange­steuert wurde. Die Zeit von 10 Minuten und 32 Sekunden hätte bei der Alters­klasse über 15 Jahren gerade Mal zu Platz acht gereicht. In dieser Alters­klasse verdrängt das Boot Wid­dern 2 mit 9 Minuten und 35 Sekunden die Sieger der Vor­jahre aus Hardt­hausen auf Platz zwei. Mit 9:38 Minuten sind deren beide Boote zeit­gleich.

Dritter wird das Boot Jagst­hausen 3 (9:43 Minuten). Bei der Alters­gruppe unter 15 Jahren belegt die Jugend­feu­er­wehr aus Kirch­hardt Platz eins (11:11 Minuten), Zweiter wird Jagst­hausen (11:20 Minuten) vor Erlen­bach (11:51 Minuten).

(Foto: Oheim)