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Innenminister Heribert Rech bei der Versammlung des Landesfeuerwehrverbandes

Innen­mi­nister Heri­bert Rech betonte bei der Ver­samm­lung des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bandes am Samstag, 14. Oktober 2006, in Reut­lingen, dass die Feu­er­wehr­angehörigen tagtäglich Her­aus­ra­gendes im und für das Gemein­wesen leisten.

„In unzähligen Ein­satz- und Übungs­stunden setzen die Mit­glieder der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren ihre ganze Kraft, Energie und Frei­zeit für dieses Ehrenamt ein“, sagte Rech und sprach seinen Dank und seine Aner­ken­nung dafür aus. Ehren­amt­liche Tätig­keit könne jedoch nur gewährleistet werden, wenn sie von haupt­amt­li­chen Kräften unterstützt werde. Ohne die Angehörigen der Berufs­feu­er­wehr und die haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter in den Frei­wil­ligen Feu­er­wehren wäre es in vielen Orten nicht mehr möglich, die Feu­er­wehr­auf­gaben in der gewohnten Qualität und Schnel­lig­keit zu erfüllen.

Eine der größten Verände­rungen für die Behörden und Orga­ni­sa­tionen mit Sicher­heits­auf­gaben stünde in den nächsten Jahren mit der Einführung des Digi­tal­funks an. Als Innen­mi­nister sei es ihm ein beson­deres Anliegen, dass auch die Feu­er­wehren mit moderner, leis­tungsfähiger Kom­mu­ni­ka­ti­ons­technik aus­ge­stattet würden. Nach über zehnjähriger Vor­be­rei­tungs­phase und langen Dis­kus­sionen über die Finan­zie­rung sei dieses Jahr end­lich der Durch­bruch gelungen. Noch 2007 sollten die ersten Teil­netze im Regie­rungs­be­zirk Stutt­gart in Betrieb genommen werden. „Wir wollen möglichst schnell die Umstel­lung auf Digi­tal­funk sicher stellen“, betonte Rech. Wegen eines Finan­zie­rungs­bei­trags sei das Innen­mi­nis­te­rium mit dem Lan­des­feu­er­wehr­ver­band und den kom­mu­nalen Spit­zen­verbänden im Gespräch. Ziel sei, dass die Kom­munen und Land­kreise bezüglich des Netz­auf­baus bezie­hungs­weise der Her­stel­lung der Netz­in­fra­struktur kos­ten­frei gestellt würden. Außerdem werde über ein Son­derförder­pro­gramm nach­ge­dacht, mit dem die Beschaf­fung von Digi­tal­funkgeräten für die Feu­er­wehrhäuser und Feu­er­wehr­fahr­zeuge zeit­lich befristet bezu­schusst werden sollte.

Ein wei­teres wich­tiges Thema sei die Novel­lie­rung des mitt­ler­weile 50 Jahre alten Feu­er­wehr­ge­setzes in dieser Legis­la­tur­pe­riode. Wichtig sei, so der Minister, dass neue Feu­er­wehr­leute gewonnen werden könnten. Dazu müssten die gesetz­li­chen Rah­men­be­din­gungen so geändert werden, dass die Mit­ar­beit in der Feu­er­wehr auch für Men­schen attraktiv werde, die sich bisher nicht dafür inter­es­siert hätten. Auch die Ver­wal­tungs­ver­ein­fa­chung und der Bürokra­tie­abbau würden bei der Novel­lie­rung berücksich­tigt. Es müsse geprüft werden, wo Ver­fahren ver­ein­facht und Abläufe beschleu­nigt werden könnten. Auch die Orga­ni­sa­tion der Feu­er­wehr solle ver­bes­sert werden. „Wir wollen vor allem darauf hin­wirken, dass die Gefah­ren­ab­wehr­pla­nungen und die Beschaf­fungen auch über die Gemein­de­grenzen hinaus besser mit­ein­ander abge­stimmt werden“, sagte Rech.

Auf die Feu­er­wehr kämen mit dem Kata­stro­phen­schutz, der Einführung des Digi­tal­funks oder neuer tech­ni­scher Geräte immer neue Her­aus­for­de­rungen zu. „Aber unsere Feu­er­wehren werden das schaffen, so wie sie in den rund 150 Jahren seit Bestehen unserer Wehren viele Her­aus­for­de­rungen bra­vourös gemeis­tert haben“, zeigte sich der Minister über­zeugt.
Quelle: Innen­mi­nis­te­rium