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In 35 Dienstjahren wurde vieles bewegt

Bad Rappenauvon Rudolf Landauer HSt

Nach stolzen 35 Dienst­jahren als Kom­man­dant der Abtei­lungs­wehr Wol­len­berg übergab Erwin Wagen­bach das Kom­mando an seinen Nach­folger Harald Scholz. Zum Stell­ver­treter wählten die Mit­glieder Philip Kern.

Der Kom­man­do­wechsel am Frei­tag­abend bei der Haupt­ver­samm­lung der Wol­len­berger Abtei­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau im „Ochsen“ war geplant und gewollt: In seiner langen Dienst­zeit als Feu­er­wehr­mann an ver­ant­wort­li­cher Stelle und in 25 Jahren als immer noch aktiver Gemein­derat von Bad Rap­penau hat der Wol­len­berger sich für seine Wohn­ge­meinde ein­ge­bracht. Jetzt möchte er sich etwas Ruhe gönnen.

Als Erwin Wagen­bach im Jahr 1969 mit seiner Frau Heidrun von Sie­gels­bach nach Wol­len­berg zog, wollte er sich ein Jahr später bereits bei der Wol­len­berger Feu­er­wehr anlässlich einer Ver­samm­lung im dama­ligen Rat­haus anmelden. „Von dieser Ver­samm­lung bin damals als Kom­man­dant nach Hause gekommen“, schmun­zelt er im Rückblick.

Unverzüglich machte er sich daran, die Feu­er­wehr in dem kleinen Ort mit Leben zu erfüllen. Ein Feu­er­wehr­fahr­zeug wurde beschafft, und im Jahr 1973 hielt die Wehr das erste, inzwi­schen schon zur Tra­di­tion gewor­dene Kel­t­erfest ab. Zusammen mit dem Jako­bi­markt bildet das Kel­t­erfest wich­tige Ter­mine für die kleine Dorf­ge­mein­schaft im Wol­len­bachtal.

Die Pla­nung und Durchführung von Ausflügen der Abtei­lungs­wehr zur Stärkung der Kame­rad­schaft, die Mit­wir­kung bei der gelun­genen 1200-Jahr­feier und wei­tere Ver­bes­se­rungen der Ausrüstung mit einem Allrad-Unimog waren die Ziele Wagen­bachs, der in seiner Abschieds­rede als Abtei­lungs­kom­man­dant auch hier Vollzug melden konnte. Den denkwürdigen Ein­satz bei der Hoch­was­ser­ka­ta­strophe 1994 erwähnte Wagen­bach ebenso und hob die Soli­dar­leis­tung der Wol­len­berger in dieser schlimmen Lage hervor.

Mächtig stolz ist er aber auf die Gründung einer starken Frau­en­gruppe. „Auf unsere Frauen, die inzwi­schen alle ihre Aus­bil­dung abge­schlossen haben und voll­wer­tige Mit­glieder sind, schauen viele Nach­bar­wehren nei­disch“, stellte der Ex-Kom­man­dant heraus.

Obwohl der Wechsel in der Kom­man­dantur eigent­lich klar war, musste laut Sta­tuten geheim gewählt werden. Alle der anwe­senden 19 Stimm­be­rech­tigten votierten für Harald Scholz als Nach­folger. Der 38-jährige war 1996 von Bon­feld nach Wol­len­berg gezogen und ist seit 25 Jahren ein enga­gierter Feu­er­wehr­mann. Scholz ist seit fünf Jahren Stell­ver­treter von Wagen­bach und hat die Vor­aus­set­zungen für dieses Amt erworben.

Oberbürger­meister Hans Heri­bert Blättgen dankte Erwin Wagen­bach für sein enga­giertes Wirken, seinen Ein­satz für die Wehr und den ganzen Ort. Dem Nach­folger gra­tu­lierte er zur Wahl und wünschte ihm eine glückliche Hand in seinem Amt. Den Glückwünschen für die neue Auf­gabe schloss sich auch Rap­penaus stell­ver­tre­tender Stadt­kom­man­dant Bern Gug­golz an.

Foto: Der neue Kom­man­dant Harald Scholz (rechts) dankt Erwin Wagen­bach für seine 35-jährige Tätig­keit als Abtei­lungs­kom­man­dant. Links der neue Stell­ver­treter des Abtei­lings­kom­man­danten, Philip Kern. (Foto: Rudolf Land­auer)