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Im Einsatz für Nachbarn und Freunde

Roigheimvon Rudolf Landauer, HSt

Wenn der Innen­mi­nister des Landes Baden-Württem­berg und ein Land­tags­ab­ge­ord­neter in eine der kleinsten Gemeinden des Land­kreises Heil­bronn reisen, muss es einen beson­deren Grund geben. Der war mit dem Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Roig­heim in der Authen­rieth-Halle gegeben.

Enga­ge­ment

Rein­hold Gall (SPD) kam jedoch nicht nur als Innen­mi­nister ins Seck­achtal, er ist auch Vor­sit­zender des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes. Er lobte quasi in Dop­pel­funk­tion das anhal­tende bürger­schaft­liche Enga­ge­ment und hob das Wort „frei­willig“ beson­ders hervor. Das bekannte Zitat: „O hei­liger Sankt Flo­rian, ver­schon mein Haus, zünd andere an“, gelte für Roig­heim nicht, wo es enga­gierte Men­schen gebe, die sich bei­spiel­haft für andere ein­setzen und helfen. „Ihnen gilt mein herz­li­cher Dank und mein Glückwunsch“, sagte er.

Auf die gestie­genen Anfor­de­rungen der Feu­er­wehren gingen sowohl Rein­hold Gall als auch die wei­teren Redner ein, die den Mit­glie­dern der Wehr ein hohes Maß an Fort­bil­dungs- und Ein­satz­be­reit­schaft abfor­dern. Ganz beson­ders stolz ist Roig­heims Bürger­meister Michael Grimm auf die älteste Bürger­initia­tive seiner Gemeinde. „Ich bin sehr froh, dass wir eine enga­gierte Wehr mit einem guten Nach­wuchs haben; Ver­wal­tung und Gemein­derat tun ihr Bestes, um unsere Feu­er­wehr tech­nisch auf einem zeitgemäßen und guten Niveau ausrüsten zu können“, rief Grimm in den Saal. Aktuell würde im Jubiläumsjahr ein nagel­neues Feu­er­wehr­auto im Gerätehaus stehen. „Nur bezahlen müssen wir es wohl noch“, sagte der Schultes schmun­zelnd. Grimm über­reichte dem Roig­heimer Feu­er­wehr­kom­man­dant Nico Saur eine Kopie des Pro­to­kolls der Gemein­de­rats­sit­zung vom 7. März 1864 (siehe Hin­ter­grund) mit allen Unter­schriften.

Saur zeigte die 150-jährige Geschichte in einer Lein­wand­pro­jek­tion. Einem Feu­er­wehr­mit­glied brauche man nicht erklären, was es heißt, sich Anfor­de­rungen zu stellen: „Ein biss­chen Feu­er­wehr gibt es nicht“, sagte Dezer­nats­leiter Adrian Mehler vom Land­ratsamt. Auch Galls Abge­ord­ne­ten­kol­lege im Landtag, Dr. Bern­hard Lasotta (CDU), dankte den Blauröcken für den enga­gierten Ein­satz von Bürgern, denen es nicht egal ist, was mit ihrer Gemeinde pas­siert: „Das sehe ich auch daran, dass in ihrem Musik­verein Leute mit Feu­er­wehr­uni­form mit­spielen und damit Ver­bun­den­heit zur Heimat zeigen.“

Ein­la­dung

Der Kom­man­dant der Nach­bar­feu­er­wehr Möckmühl, Uwe Thoma, gra­tu­lierte eben­falls herz­lich und hob die gute Zusam­men­ar­beit hervor. Jürgen Walz vom Musik­verein Roig­heim, der den Abend musi­ka­lisch beglei­tete, gra­tu­lierte im Namen aller Ver­eine. Auch eine Dele­ga­tion der Part­ner­schafts­wehr aus Hohen­leuben in Thüringen kam und lud im Gegenzug zu ihrem 150-Jährigen im Juni nach Thüringen ein. Die Gäste unter­stri­chen dies mit einem drei­fa­chen „Gut Schlauch“.

Bild: Die Part­ner­schafts­wehr Hohen­leuben in Thüringen gra­tu­liert Kom­man­dant Nico Saur (r.) zum 150-jährigen Bestehen der Roig­heimer Feu­er­wehr. Foto: Rudolf Land­auer