QR-Code zur Seite

Hohenlohekreis - Schöntal-Oberkessach: 29-Jähriger verbrennt im Wohnhaus

von Oliver Färber HSt

Tod musste die Feu­er­wehr einen 29-jährigen Mann in Schöntal-Oberk­essach aus seinem Schlaf­zimmer bergen. Er war bei einem Feuer in einem Ein­fa­mi­li­en­wohn­haus am frühen Don­ners­tag­morgen, 31. März 2005, ums Leben gekommen. Seine Eltern waren den Flammen recht­zeitig ent­kommen.

Schöntal-Oberk­essach - Gegen 3.30 Uhr bemerkten Nach­barn in der Oberk­essa­cher Kai­ser­straße den Brand in dem Ein­fa­mi­li­en­wohn­haus und alar­mierten die Feu­er­wehr. Beim Ein­treffen der ersten Kräfte stieben die Flammen bereits meter­hoch aus dem Dach.

Zunächst war unklar, ob sich noch eine Person im Haus auf­hielt. Eine 64-jährige Frau und ihr 65-jähriger Mann hatten sich noch recht­zeitig ins Freie retten können. Sie ver­mu­teten aber noch ihren 29-jährigen Sohn im Ober­ge­schoss des bren­nenden Hauses.

Die Feu­er­wehr kämpfte gegen die Flammen. Zum Ein­satzort kamen die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Schöntal mit fünf Fahr­zeugen, die Stützpunkt­wehr Kraut­heim mit vier Fahr­zeugen und der Gerätewagen Atem­schutz der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Künzelsau - ins­ge­samt rund 70 Kräfte. Auch Kreis­brand­meister Günther Uhl­mann war vor Ort.

Die Ein­satzkräfte ver­hin­derten, dass das Feuer auf die Nach­barhäuser überg­riff. Nach den ersten Löschar­beiten arbei­teten sich Feu­er­wehr­leute mit Atem­schutzgeräten auch ins Innere vor. Dabei ent­deckten sie im Ober­ge­schoss die Leiche des 29-Jährigen. Er war bis zur Unkennt­lich­keit ver­brannt. Die Ein­satzkräfte der Schöntaler Wehr mussten den Mann aus dem Haus bergen.

Seine Eltern wurden vom Ret­tungs­dienst des DRK Hohen­lohe ins Möckmühler Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert. Der Mann hatte sich einen Gelenk­bruch zugefügt - beide erlitten einen Schock. Der Ret­tungs­dienst war mit einem Ret­tungs­wagen vor Ort, außerdem war der Orts­ver­eins Oberk­essach des DRK mit 14 Kräften und ihrem Ein­satz­fahr­zeug im Ein­satz.

Die Feu­er­wehr­leute kämpften noch bis in die Mor­gen­stunden gegen die immer wieder auf­lo­dernden Flammen in dem Haus, in dem große Teile in Holz­bau­weise ausgeführt waren. Nach ersten Schätzungen war das Feuer im Schlaf­zimmer des 29-Jährigen im Ober­ge­schoss aus­ge­bro­chen, ist schnell auf das Trep­pen­haus und auf das Dach über­ge­sprungen.

Das Haus brannte völlig aus. Die Polizei schätzt den Sach­schaden der­zeit auf rund 60.000 Euro. Die Brand­ur­sache ist noch unklar. Die Kri­mi­nal­po­lizei ermit­telt.

Das Haus war nicht mit den lebens­ret­tenden Rauch­mel­dern ausgerüstet. Mit höchster Wahr­schein­lich­keit hatten die Flammen den 29-Jährigen im Schlaf über­rascht und er war an den Rauch­gasen erstickt.