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Hohenlohekreis: Großbrand - 70 Mastschweine kamen in den Flammen ums Leben

von Oliver Färber, HSt

Bei einem Großbrand einer Scheune in Neu­en­stein-Emmertshof am Frei­tag­abend wurden rund 70 der 170 dort unter­ge­brachten Schweine getötet.
Bei den Löschar­beiten wurden drei Feu­er­wehr­leute ver­letzt.

Gegen 19 Uhr war das Feuer am Frei­tag­abend auf dem Emmertshof nahe der Neu­en­steiner Auto­bahn­aus­fahrt aus­ge­bro­chen. Beim Ein­treffen der ersten Ein­satzkräfte der Feu­er­wehr stand die Stall­scheune bereits lich­terloh in Flammen.

In dem Gebäude waren ins­ge­samt 170 Mast­schweine unter­ge­bracht. Feu­er­wehr­leute und Besitzer ver­suchten zunächst, die Tiere aus der Scheune zu treiben.

Die Flammen wüteten in dem Gebälk. Dach­ziegel stürzten herab. Ins­ge­samt kam die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Neu­en­stein mit sieben Fahr­zeugen und rund 50 Kräften und die Stützpunkt­wehr Öhringen mit 20 Kräften und sieben Fahr­zeugen an den Unglückort. Über die Dreh­leiter wurde das Feuer auch von oben bekämpft. Über eine lange Schlau­lei­tung wurde das Wasser zum Brand­herd gepumpt.

Mit Atem­schutzgeräten ausgerüstet, ver­suchten die Ein­satzkräfte wei­tere Tiere aus dem Inneren zu retten. Doch so man­ches Tier wollte seinen gewohnten Stall nicht frei­willig ver­lassen. Immerhin konnten 100 Schweine in Sicher­heit gebracht werden.

Bei den Löschar­beiten wurden drei Feu­er­wehr­leute ver­letzt. Die Schnell­ein­satz­gruppe und der Orts­verein des DRK Öhringen war mit zwei Fahr­zeugen und neun Kräften vor Ort. Da viele Atem­luft­fla­schen geleert wurden, kam auch die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Künzelsau mit ihrem Gerätewagen Atem­schutz vor Ort.

Die Feu­er­wehr konnte ver­hin­dern, dass die Flammen auf die nahe­ste­henden Wohnhäuser überg­riffen. Noch bis in die Mor­gen­stunden des Sams­tags war eine Brand­wache vor Ort. An der Stall­scheune, in der auch rund 300 Tonnen Getreide in Silos unter­gracht war, ent­stand nach ersten Angaben der Polizei ein Sach­schaden von ins­ge­samt rund 250000 Euro.

Bei den Aufräumar­beiten am Samstag barg die Feu­er­wehr in Zusam­men­ar­beit mit den Eigentümern 70 tote Schweine aus dem Gebäude. Erste Schätzungen waren noch von 100 toten Tieren aus­ge­gangen. Die Nachlöschar­beiten und Aufräumar­beiten dau­erten auch noch am Samstag an.

Der Auslöser des Brandes ist noch völlig unklar. Die Kri­mi­nal­po­lizei ermit­telt des­halb.

Fotos: Oliver Färber