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Hilfeleistungslehrgang für Feuerwehren in Weinsberg

Weinsbergvon Thomas Hardt, Feuerwehr Weinsberg

Die Anfor­de­rungen an die Feu­er­wehr­leute und deren tech­ni­sche Hilfs­mittel steigen kon­ti­nu­ier­lich an. Dies ist beson­ders im Bereich der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung fest­zu­stellen. Die Fahr­zeug­indus­trie ver­sucht, die Fahr­zeuge für die Insassen immer sicherer zu machen. Sei es durch Air­bags, Sei­ten­auf­prall­schutz, ABS, etc.

Auf diese Verände­rungen muss auch die Feu­er­wehr reagieren. Im Ein­satz­fall muss jeder ein­zelne Feu­er­wehr­mann/-frau wissen, wo ohne Gefahr „gear­beitet" werden kann oder wo es nicht geht. Nicht ausgelöste Air­bags zum Bei­spiel stellen für die Feu­er­wehrkräfte und für die ein­ge­klemmte Person eine nicht uner­heb­liche Gefahr dar. In einigen Berei­chen ist der Ansatz der Schere oder des Sprei­zers nur sehr schwer möglich, da das Mate­rial des Fahr­zeugs (PKW oder LKW) dort verstärkt wurde um eine „Knautsch­zone" zu haben.

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Weins­berg ver­an­staltet jedes Jahr für alle Feu­er­wehren des Stadt- und Land­kreises Heil­bronn zwei Aus­bil­dungs­kurse zum Thema „Ein­fache tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung".

Vom 29.06.-30.06.2007 fand nun der zweite Lehr­gang in diesem Jahr statt. Er umfasst 12 Aus­bil­dungs­ein­heiten und dau­erte ins­ge­samt zwei Tage. Schwer­punkte der Aus­bil­dung sind unter anderem die pati­en­ten­ge­rechte Ret­tung, das Absperren von Gefahren- bzw. Unfall­stellen auf Land­strassen und Bun­des­au­to­bahnen, der Umgang mit nicht ausgelösten Air­bags, Fahr­zeug­bau­kunde und wei­teren Themen.

An dem Lehr­gang haben 13 Feu­er­wehr­angehörige aus 7 ver­schie­denen Feu­er­wehren des Land­kreises mit erfolg teil­ge­nommen. Aus­bil­dungs­leiter Rudolf Fritsch ist zufrieden. Seit über 10 Jahren bildet er mit drei wei­teren Kame­raden Feu­er­wehr­angehörige in diesem Bereich aus.

„Die Vor­ge­hens­weise bei der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung in Bezug auf Ver­kehrsunfälle hat sich in den ver­gan­genen Jahren sehr verändert. In enger Absprache mit dem Ret­tungs­dienst­per­sonal wird jeder Schritt vorher abge­stimmt, sodass die Person schon während der Arbeiten durch die Feu­er­wehr vom Not­arzt optimal betreut werden kann. Die pati­en­ten­ge­rechte Ret­tung steht heute im Vor­der­grund, " so Rudolf Fritsch.

Bis heute wurden durch Aus­bil­dungs­per­sonal der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Weins­berg ins­ge­samt 263 Feu­er­wehr­angehörige aus 19 Feu­er­wehren in 24 Lehrgängen aus­ge­bildet. Kom­man­dant Lajosch Mik­losch: „Unsere Ein­satzkräfte verfügen nicht nur über das theo­re­ti­sche Fach­wissen, son­dern durch die zahl­rei­chen Einsätze auf der Auto­bahn auch über das prak­ti­sche Fach­wissen, wel­ches Grund­lage für eine gute Aus­bil­dung ist!"