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Hier zählt besonders die Leistung der ganzen Mannschaft

Neckarsulmvon Andreas Bracht HSt

Neun Angehörige der Feu­er­wehr Neckar­sulm im Alter von 15 bis 18 Jahren haben die höchste Aus­zeich­nung der Deut­schen Jugend­feu­er­wehr, die Leis­tungs­spange erworben. Beim Kreis­feu­er­wehrtag in Och­sen­hausen im Land­kreis Biberach an der Riß stellte sich eine kom­plette Löschgruppe der Neckar­sulmer Jugend­feu­er­wehr der fünftei­ligen Prüfung zum Erwerb der Leis­tungs­spange.

„Das ist der Höhepunkt in der Lauf­bahn eines jeden Jugend­feu­er­wehr-Mit­glieds“, freut sich Kom­man­dant Her­mann Jochim über den Erfolg. Im Rahmen des Kreis­feu­er­wehr­tages fei­erten sowohl die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Och­sen­hausen als auch der örtliche Spiel­mannszug Jubiläum.

Begangen wurde das 125-jährige bezie­hungs­weise 50-jährige Bestehen. Aus diesem Anlass fand für die Feu­er­wehren aus dem Land­kreis die Leis­tungsprüfung und die Abnahme der Leis­tungs­spange für die Jugend­feu­er­wehr statt. Daran nahm auch die Feu­er­wehr Spin­delwag teil, mit der die Neckar­sulmer Kame­raden seit Jahren freund­schaft­lich ver­bunden sind.

So kam es, dass auch Jugend­feu­er­wehr­leute aus Neckar­sulm die Chance erhielten, die wich­tigste und schwie­rigste Prüfung für den Feu­er­wehr­nach­wuchs abzu­legen. „Hierbei zählt allein die Mann­schafts­leis­tung“, erläutert Her­mann Jochim. „In allen Sparten wird die Gemein­schafts­leis­tung der Gruppe bewertet.“ Fünf Teilprüfungen mussten inner­halb eines vor­ge­ge­benen Zeit­li­mits bewältigt werden: Bei der Schnel­lig­keitsübung hatten die Teil­nehmer 75 Sekunden Zeit, um acht jeweils 15 Meter lange Druck­schläuche zu einer Lei­tung zu ver­binden und ker­zen­ge­rade aus­zu­legen. Beim Kugelstoßen mussten die Ergeb­nisse der ein­zelnen Grup­pen­mit­glieder zusammen min­des­tens 55 Meter ergeben.

Der Staf­fel­lauf über 1500 Meter war inner­halb von vier Minuten und zehn Sekunden zurückzu­legen. In einer gemein­samen Löschübung musste die Gruppe ihre Ein­satzfähig­keit unter Beweis stellen. Schließlich wurde in einer mündli­chen Prüfung feu­er­wehr­tech­ni­sches und All­ge­mein­wissen abge­fragt.

Nach allen bestan­denen Prüfungen ging die Leis­tungs­spange der Jugend­feu­er­wehr an Kevin Dolk, René Ehrler, Simon Glatzel, Tobias Jochim, Chris­tian Rauh, Tobias Rei­chel, Martin Set­tele, Andreas Volpp und Mat­thias Weber. Wie wichtig die Leis­tungs­spange ist, zeigt auch fol­gende Rege­lung: Mit diesem Leis­tungs­nach­weis wird die Zugehörig­keit zur Jugend­feu­er­wehr bei anste­henden Dienst­jubiläen rückwir­kend als Dienst­zeit ange­rechnet. Auf diese Weise kann man seinen Wer­de­gang bei der Neckar­sulmer Feu­er­wehr bereits im Ein­tritts­alter von min­des­tens zwölf Jahren planen.

Neben den Leis­tungsprüfungen kam auch das gesel­lige Bei­sam­men­sein nicht zu kurz. Vom Feu­er­wehr­haus in Spin­delwag, wo die Neckar­sulmer Gäste unter­ge­bracht waren, star­teten die Jugend­li­chen zu Plan­wa­gen­fahrten und Lager­feu­er­abenden in die Umge­bung.

Begleitet wurde die Gruppe vom stell­ver­tre­tenden Feu­er­wehr­kom­man­danten Wolf­gang Rauh und dem Jugend­wart der Feu­er­wehr Neckar­sulm, Sven Förschner. Nicht zuletzt dank der Gast­freund­schaft der Kame­raden aus Spin­delwag erlebte die Gruppe der Neckar­sulmer Jugend­feu­er­wehr eine gelun­gene und erfolg­reiche Wochen­end­frei­zeit.

„Dieses Wochen­ende hat der Jugend­gruppe im kame­rad­schaft­li­chen Zusam­men­halt sehr viel gebracht“, urteilt Jochim.

Foto: Beim Kreis­feu­er­wehrtag in Och­sen­hausen (Land­kreis Biberach) errang eine Löschgruppe der Jugend­feu­er­wehr Neckar­sulm die Leis­tungs­spange. (Foto: Feu­er­wehr Neckar­sulm)