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Heilbronner Feuerwehrwagen wird in die Ukraine überführt

Heilbronnvon Adrian Hoffmann, HSt

Die Heil­bronner Feu­er­wehr hat am Frei­tag­abend einen aus­ge­mus­terten Feu­er­wehr­wagen an die Ukrai­ni­sche Gemeinde in Heil­bronn überg­eben. Das Fahr­zeug soll nun die Feu­er­wehr in Iwano-Fran­kiwsk, einer Stadt mit 200.000 Ein­woh­nern in der West­ukraine bekommen. Mit Putins Angriffs­krieg hängt der Transfer aller­dings nicht zusammen - das Vor­haben war bereits vor zwei Jahren in die Wege geleitet worden. Im Frühsommer 2020 hatte eine Über­schwem­mung rie­sige Gebiete zwi­schen Iwano-Fran­kiwsk und Lwiw verwüstet. Straßen und Brücken waren zerstört worden.

Ana­stasia Kosak von der Ukrai­ni­schen Gemeinde in Heil­bronn ist voller Freude über das Geschenk aus Heil­bronn. „Das ist in der Ukraine Gold wert“, sagt sie am Frei­tag­abend. Petro Gryt­skiv, gebürtig in Iwano-Fran­kiwsk und heute wohn­haft in Heil­bronn, nahm den Fahr­zeug­schlüssel ent­gegen. Er überführte den Feu­er­wehr­wagen noch in der Nacht nach Polen, von wo er schließlich nach Iwano-Fran­kiwsk weiter überführt wird.

Nach Angaben von Markus Wid­mann, Abtei­lungs­leiter Technik bei der Heil­bronner Berufs­feu­er­wehr, hat das Löschgrup­pen­fahr­zeug 8/6, Bau­jahr 1994, erst einen Stand von 12.000 Kilo­me­tern. „Es wird sicher sehr gute Dienste leisten“, sagt Wid­mann. Auch die Stadt Iwano-Fran­kiwsk ist bereits vom Krieg betroffen - ein dor­tiger Militärflug­hafen war Medi­en­be­richten zufolge bom­bar­diert worden.