QR-Code zur Seite

Großbrand zerstört Firmenhalle

Eppingenvon Alexander Hettich, HSt

Bei einem Großbrand ist am Sonntag die Fir­men­halle eines Zim­me­rei­be­triebs in Eppingen-Klein­gartach vollständig zerstört worden. Ver­letzt wurde nie­mand. Unklar ist noch, warum das ver­hee­rende Feuer aus­brach, das nach ersten Schätzungen einen Schaden von min­des­tens einer Mil­lion Euro ange­richtet hat.

Am Sonn­tag­morgen sind von der Pro­duk­tions- und Lager­halle im Gewer­be­ge­biet Gem­minger Feld nur noch Trümmer zu sehen. Noch immer steigt dichter, weißer Rauch aus der Brand­stelle, die Feu­er­wehr­leute mit Was­ser­schläuchen in Schach halten. Ver­ein­zelt ragen Stahlträger aus dem Schutt.

Am Rand des Areals, wo einmal die Halle des Unter­neh­mens war, steht ein Fir­men­wagen des Zim­me­rei­be­triebs - nicht mehr als ein ver­kohltes Wrack. Ein Feuer dieser Größenord­nung - „das kommt viel­leicht alle zehn Jahre einmal vor“, sagt Bernd Lacho­witzer, Ein­satz­leiter der Eppinger Feu­er­wehr, die von den Wehren Mühlbach und Klein­gartach unterstützt wurde.

Orts­vor­steher Fried­helm Ebert, selbst bei den Brandbekämpfern im Ein­satz, muss sogar noch tiefer in der Erin­ne­rung kramen. „In 35 Jahren bei der Feu­er­wehr habe ich so etwas in Klein­gartach noch nicht erlebt.“ Es sei wohl der größte Brand, der den Eppinger Stadt­teil je heim­ge­sucht hat. Als die Feu­er­wehr gegen 6.30 Uhr anrückte, müsse das Gebäude schon meh­rere Stunden gebrannt haben, schätzt Ebert. Alles stand lich­terloh in Flammen. „Das fiel zusammen wie ein Kar­ten­haus.“

Der Chef der Firma, die 15 Mit­ar­beiter beschäftigt, sei kaum ansprechbar gewesen, nachdem er den Schaden inspi­ziert hatte. Eine Aus­weichmöglich­keit für die Pro­duk­tion gebe es nicht, weiß Ebert: „Da geht ein Lebens­werk in Asche auf.“ Für den jungen Betrieb sei das Feuer „eine Kata­strophe“, kom­men­tierte auch Eppin­gens Oberbürger­meister Klaus Holaschke, der am Morgen zur Unglücks­stelle gekommen war. „Wir werden nach den Fei­er­tagen mit Hoch­druck aus­loten, wie wir von Seiten der Stadt dem Unter­nehmen helfen können“, sicherte der Rat­haus­chef Unterstützung zu.

Der Schaden, der am Gebäude, an Maschinen und Fahr­zeugen ent­stand, wird auf min­des­tens eine Mil­lion Euro geschätzt. Die Brand­ur­sache ist noch völlig unklar. Die Kri­mi­nal­po­lizei Heil­bronn hat die Ermitt­lungen über­nommen und einen Sach­verständigen hin­zu­ge­zogen. Die Ein­satzkräfte waren am Sonn­tag­morgen von Anwoh­nern alar­miert worden. Weil die Fir­men­halle der Zim­merei abge­legen stand, waren andere Gebäude nicht gefährdet.

Bild 1: Auch Fahr­zeuge des Unter­neh­mens wurden in Mit­lei­den­schaft gezogen.

Bild 2: Ursache unklar: Nur rau­chende Trümmer blieben von der Halle einer Klein­garta­cher Zim­merei, in der am Sonn­tag­morgen ein Feuer aus­ge­bro­chen war. (Fotos: Het­tich)