QR-Code zur Seite

Generationswechsel in der Führungsebene

Eberstadtvon Anne Väisänen, HSt

Die Wahl von drei jungen Kame­raden in die Vor­stand­schaft der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Eber­stadt leitet einen Gene­ra­tio­nen­wechsel in der Führungs­ebene ein.

Vor­aus­schau­ende Pla­nung ist not­wendig, damit die 59 Mann starke Eberstädter Wehr auch künftig seine Auf­gaben effi­zient bewältigt. Neu­an­schaf­fungen waren neben Wahlen und Berichten das Thema bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung, die im FFW- Magazin statt­fand.

Als ?ein recht humanes Jahr?, bezeich­nete Gesamt­kom­man­dant Dietmar Lörcher das Jahr 2005 im Hin­blick auf die zwölf Einsätze, bei denen die Kame­raden ins­ge­samt 453 Arbeits­stunden geleistet hatten. Neben zwei Unfällen, drei Ölspur­be­sei­ti­gungen, Per­so­nen­suche waren es Fehl­mel­dungen und Hil­fe­leis­tungen gewesen, welche die FFW-Abtei­lungen Eber­stadt und Hölzern auf den Plan gerufen hatten. Positiv bilan­zierte Kom­man­dant Lörcher auch ?die recht gute Stärke? der Wehr, die mit vier Neu­mit­glie­dern auf die Anzahl 59 erhöht wurde.

Und auch die Tagespräsenz sei mit zwölf Wehrmänner in Eber­stadt und drei Männern in Hölzern kon­stant geblieben. ?Trotzdem dürfen wir uns nicht darauf aus­ruhen, son­dern müssen bemüht sein, noch mehr Nach­wuchs ein­zu­glie­dern?, betonte Lörcher, der eine vor­aus­schau­ende Pla­nung vor allem aus kos­ten­tech­ni­schen Gründen für unumgänglich hielt. Denn durch die neue Führer­schein­re­ge­lung würden Kosten auf die Gemeinde zukommen, wenn künftige Zugführer einen Lkw- Führer­schein ablegen würden.

?Ein Führer­schein kostet etwa 2000 Euro, wes­wegen wir die Zugführer auf zehn Jahre ver­pflichten werden?, so Lörcher. Ferner stünden dieses Jahr auch Neu­an­schaf­fungen auf dem Kos­ten­plan. Neben einer Tauch­pumpe wäre dieses die Aus­stat­tung der neu auf­ge­nom­menen Wehr­mit­glieder. Zweckmäßig soll diese aus­fallen. ?Wir ver­zichten auf die Uni­form, weil diese nur einmal im Jahr getragen wird?, so der Kom­man­dant, dem Bürger­meister Timo Frey auf der ganzen Linie seine volle Unterstützung zusi­cherte. ?Diese Aus­gaben sind kein unnötiger Luxus, beim Ehrenamt sollte keinem finan­zi­elle Nach­teile ent­stehen?, betonte der Rat­haus­chef.

Auch in der Führungs­stra­tegie ist vor­aus­schau­ende Pla­nung ange­sagt. Das wurde bei der Wahl von drei jungen Kame­raden in die Vor­stand­schaft deut­lich. So über­nahm Jochen Stein das Amt des stell­ver­tre­tenden Abtei­lungs­kom­man­danten in Hölzern, das bisher Rene Korte ausgeführt hatte.

In den Feu­er­wehr­aus­schuss gewählt wurden bei der Ver­samm­lung Gerätewart Dirk Zim­mer­ling und Marco Hinner, der momentan eine Aus­bil­dung zum Zugführer und Kom­man­danten absol­viert.

Bild:
Bürger­meister Timo Frey (links) und Gesamt­kom­man­dant Dietmar Lörcher (rechts) begrüßten die neugewählten Vor­stands­mit­glieder Dirk Zim­mer­ling, Marco Hinner und Jochen Stein. (Foto: Anne Väisänen)