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Gemeinsam wird die Tagespräsenz gesichert

Wüstenrotvon Andreas Tschürtz, HSt

2005 war ein stürmi­sches Jahr für die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Wüstenrot. Bei der Haupt­ver­samm­lung, bei der Hans Mühlmann zum neuen Kom­man­danten gewählt wurde, blickte sie auf Som­mer­ge­witter und Hoch­wasser zurück. Die Auf­re­gung um die Zusam­men­le­gung der drei Abtei­lungen Wüstenrot, Neuhütten und Fins­terrot hat sich gelegt.

Die Teil­zen­tra­li­sie­rung im neuen Feu­er­wehr­haus in Wei­hen­bronn sei ?ohne größere Rei­bungs­ver­luste gelungen?, gra­tu­lierte Bürger­meister Roland Awe den fast 100 Anwe­senden und ver­si­cherte, dass die ?noch selbstständigen Abtei­lungen Mai­en­fels, Neu­lau­tern und Stan­gen­bach bestehen bleiben, solange Ihr genügend Frauen und Männer habt, um das Gerät zu bedienen und die Tagespräsenz zu gewährleisten.? Diese war gefährdet, als im ver­gan­genen Jahr 16 Kame­raden die Zusam­men­le­gung zur Been­di­gung ihres Ehren­amtes nutzten.

Auch der neue Kreis­brand­meister Uwe Vogel machte bei seiner Antritts­rede in Wüstenrot deut­lich, er sei kein Freund der Zusam­men­le­gung von Abtei­lungen, wenn nicht die Vor­teile über­wiegen würden: ?Wir können es uns nicht leisten, bei den Frei­wil­ligen Feu­er­wehren Kame­raden zu ver­lieren.? Fünf Neuzugänge bei der Abtei­lung Wüstenrot haben den Ver­lust teil­weise kom­pen­siert. Ins­ge­samt hat die Gesamt­ge­meinde 123 Aktive und 51 Nach­wuchskräfte in der Jugend­feu­er­wehr.

Von den Vor­teilen durch die Zusam­men­le­gung erzählte Michael Rei­chert aus der Arbeits­gruppe ?Stra­te­gi­sche Pla­nung?. Die im Rahmen der Umstruk­tu­rie­rung geschaf­fene AG habe abtei­lungsüberg­rei­fende Kon­zepte für eine zukunftsfähige und schlagkräftige Feu­er­wehr erar­beitet. Als Ergeb­nisse präsen­tierte Rei­chert die Anschaf­fung eines neuen Ein­satz­wa­gens bis zum Sommer, bei dessen Aus­stat­tung die Bedürfnisse aller Abtei­lungen beachtet worden seien. Erar­beitet wurde ein Plan zur Siche­rung der Tagespräsenz, um ange­sichts von 60 Pro­zent Berufs­pend­lern die Ein­satz­be­reit­schaft der Gesamt­feu­er­wehr zu erhalten. Darüber hinaus werde über die Zusam­men­ar­beit mit anderen Feu­er­wehren beraten, wie Stocks­berg und Löwen­stein, die Inten­si­vie­rung der Öffent­lich­keits­ar­beit und eine lang­fris­tige abtei­lungsüberg­rei­fende Fahr­zeug­pla­nung.

Bei seinem Rückblick auf das abge­lau­fene Jahr berich­tete Gesamt­kom­man­dant Uli Stettner von einem neuen Ein­satz­re­kord. Ins­ge­samt musste die Wüsten­roter Wehr zu 38 Einsätzen ausrücken. Neben neun Bränden und einem Fehl­alarm sorgten tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen wegen Unwetter im Sommer für den Anstieg um fast 50 Pro­zent gegenüber dem Vor­jahr.

15 Kame­raden wurden zu Lösch-, Oberlösch- und Ober­brand­meis­tern befördert. Uli Stettner selbst gab aus beruf­li­chen Gründen vor­zeitig sein Amt ab. ?Ich will nicht an meinem Sessel kleben, wenn ich nicht die Zeit habe, mich an vor­derster Front für die Feu­er­wehr zu enga­gieren?, sagte er. Der 43 Jahre alte Kon­di­tor­meister aus Wüstenrot bleibt aber als Leiter des Fach­be­reichs Lehrgänge aktiv. Zu seinem Nach­folger wurde Hans Mühlmann von der Abtei­lung Neu­lau­tern gewählt.