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Feuerwehr rettet 44 Menschen das Leben

Neckarsulmvon Redaktion HSt

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr blickt auf ein arbeits­rei­ches Ein­satz­jahr 2006 zurück. Nach einem Rückgang 2005 sind die Einsätze im ver­gan­genen Jahr um 26,5 Pro­zent gestiegen und erreichten damit wieder das hohe Niveau der Vor­jahre. Kom­man­dant Her­mann Jochim erläuterte die Arbeit: Vor allem als Lebens­retter haben sich die Feu­er­wehrmänner und -frauen im Berichts­jahr bewährt. Die Zahl der Einsätze zur Ret­tung von Men­schen­leben stieg um 13 auf 30. Dabei ret­tete die Neckar­sulmer Wehr 44 Per­sonen, 24 mehr als im Jahr zuvor.

Ins­ge­samt rückten die Feu­er­wehr­leute im ver­gan­genen Jahr 282-mal aus. In 29 Fällen wurden die Feu­er­wehr­leute alar­miert, um ver­en­dete Vögel mit Ver­dacht auf Vogel­grippe ein­zu­sam­meln und die Fund­stellen zu des­in­fi­zieren. Aber auch Brände hielten die Wehr in Atem. So stieg die Zahl der Kleinbrände um sieben auf 38.

Unverändert blieb das Verhältnis von Brandfällen zu tech­ni­schen Einsätzen. Mit 66 Pro­zent ent­fallen die meisten Einsätze auf tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen. Dazu gehören unter anderen auch Öl- und Gefahr­gut­einsätze. Hier gab es im Berichts­jahr deut­liche Zunahmen. So wurde die Feu­er­wehr zu 32 Öleinsätzen (plus elf) und elf Gefahr­gut­einsätzen (plus zehn) gerufen.

Von den ins­ge­samt 282 ein­ge­gan­genen Alarmen ereig­neten sich 78,4 Pro­zent bei Tage, so dass die Angehörigen der Feu­er­wehr auch wei­terhin auf das Verständnis und Ent­ge­gen­kommen ihrer jewei­ligen Arbeit­geber ange­wiesen sind.

Beim Per­so­nal­stand macht sich die erfolg­reiche und vor­aus­schau­ende Jugend­ar­beit der Neckar­sulmer Feu­er­wehr bezahlt. „Die Nach­wuchs­si­che­rung in der Jugend­feu­er­wehr gehört schon seit 1961 zu unserem Selbst­verständis“, betonte Kom­man­dant Jochim. Auf der diesjährigen Haupt­ver­samm­lung wurden neun voll aus­ge­bil­dete Mit­glieder der Jugend­feu­er­wehr in den aktiven Dienst über­nommen. Damit zählt die Feu­er­wehr aktuell 164 aktive Mit­glieder.

Dieses Jahr bekommt die Abtei­lung Dahen­feld eine Löschfahr­zeug vom Typ LF 10/6, die Abtei­lung Neckar­sulm erhält einen Rüstwagen. Doch ohne das ehren­amt­liche Enga­ge­ment der aktiven Feu­er­wehrmänner und -frauen würde die beste Aus­stat­tung nicht nützen, gab Oberbürger­meister Volker Blust zu bedenken. Der „ein­drucks­volle Jah­resrückblick“ habe deut­lich gemacht, dass die Feu­er­wehr „ein modernes Dienst­leis­tungs­un­ter­nehmen im Bereich der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tungen und der Brandbekämpfung“ sei. Dem „hohen qua­li­ta­tiven Aus­bil­dungs­stand“ sei es zu ver­danken, dass die Feu­er­wehr Neckar­sulm „die immer kom­plexer wer­denden Einsätze in so her­vor­ra­gender Weise“ bewältige. „Wir wissen ihren bei­spiel­haften Idea­lismus und ihr vor­bild­li­ches Pflicht- und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein hoch zu schätzen“, ver­si­cherte Blust.

Seit 60 Jahren gehören Felix Stenger und Alfons Benz der Wehr an. Dank für 25 Jahre aktive Dienst­zeit gingen an Win­fried Gärtner, Ansgar Kühner und Thomas Loh­mann. Ger­hard Scheu­er­mann erhielt die Ehren­nadel des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn.

Bild 1: OB Volker Blust (von rechts) dankte Ansgar Kühner, Win­fried Gärtner und Ger­hard Scheu­er­mann für ihr jahr­zehn­te­langes Enga­ge­ment.

Bild 2: Kom­man­dant Her­mann Jochim (links) ver­pflich­tete neun Mit­glieder der Jugend­feu­er­wehr Neckar­sulm für den aktiven Dienst.

Fotos: privat