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Feuerwehr besetzt alle Posten

Gemmingenvon Nicole Theuer, HSt

Ein biss­chen war Gesamt­komm­ansant Steffen Ebert die Anspan­nung im Gesicht abzu­lesen. Wie würden die Wahlen bei der Gem­minger Feu­er­wehr aus­gehen?

Gerade hatte der Wehr­chef bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung die Frage in den Raum geworfen, ob sich aus der Steb­ba­cher Abtei­lung ein Kan­didat für das Amt seines ersten Stell­ver­tre­ters zur Verfügung stelle. Schweigen machte sich breit, so dass Ebert vor­schlug, den bis­he­rigen zweiten Vize Chris­tian Rieker zu wählen. 31 von 47 Wehrmännern stimmten zu. Erleich­tert stellte Ebert fest, dass das seit einem Jahr vakante Amt wieder besetzt ist.

Ein­stimmig wählte die Wehr Rüdiger Doll zum zweiten stell­ver­tre­tenden Gesamt­kom­man­danten. 30 von 31 Gem­minger Blauröcken spra­chen sich für Rieker als stell­ver­tre­tenden Abtei­lungs­kom­man­danten aus, während alle 16 Steb­ba­cher für Andreas Träumer votierten. Er ist als zweiter Mann hinter Abtei­lungs­chef Michael Bayer Nach­folger des nach Lein­garten umge­zo­genen Markus Leh­nerer.

Schnell besetzt waren die Posten in den jewei­ligen Ausschüssen, Cle­mens Stief­vater rückt auf Gem­minger Seite für Oliver Kleiner nach, in Steb­bach ersetzen Johannes Matras und André Acs Markus Leh­nerer und Rolf Mayer, während Andreas Träumer wie­dergewählt wurde.

In seinem Tätig­keits­be­richt sprach Ebert, der das Amt vor einem Jahr von Karl-Richard Sorg über­nommen hatte, von einem arbeits­rei­chen Jahr 2013: „Ins­ge­samt sind über 700 Ein­satz­stunden ange­fallen.“ 24 Mal mussten die Flo­ri­ansjünger ausrücken. Auffällig gewesen sei, so Ebert, dass die Brand­einsätze gegenüber den anderen Ein­satz­arten deut­lich über­wogen. Zum anderen sei kein Ver­kehrs­un­fall zu ver­zeichnen gewesen, bei dem tech­ni­sche Hilfe habe geleistet werden müssen. Dafür hätten Unwetter die Hilfs­or­ga­ni­sa­tion gefor­dert.

Auch eine für die Betei­ligten überaus belas­tende Ein­satz­si­tua­tion sei im ver­gan­genen Jahr fest­stellbar gewesen, erklärte der Wehr­chef: „Die Hilfe für die Polizei oder die Ret­tungs­dienste bei ver­suchten oder gar voll­zo­genen Selbsttötungen.“ Einmal mussten die Flo­ri­ansjünger einen Lebensmüden bergen, ein anderes Mal waren die Ret­tungs­dienste erfolg­reich.

Bild: Die per­so­nellen Lücken sind geschlossen: Steffen Ebert (rechts) und Chris­tian Rieker stehen der Gem­minger Feu­er­wehr vor. (Foto: Franz Theuer)