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Feuerwehr bekommt neues Zuhause

Neckarsulmvon Alexander Klug, HSt

Stadträte beschließen Neubau zwi­schen Diesel- und Lan­des­straße in Dahen­feld

Dahen­feld hat viele idyl­li­sche Ecken: Ein plätscherndes Bächlein, eine Kirche auf dem Hügel, Fach­werkhäuser, einen krähenden Hahn. Nur das Feu­er­wehr­haus, das ist einigen Dahen­fel­dern, beson­ders denen in den Reihen der frei­wil­ligen Brandbekämpfer, ein Dorn im Auge. Marode, zu klein, ver­altet, „eine bes­sere Garage“ – sowohl Orts­vor­steher Johann Habla als auch der Neckar­sulmer Kom­man­dant Wolf­gang Rauh lassen an dem Bau aus den frühen 1970er Jahren kein gutes Haar. Trotz des Vor­satzes, künftig spar­samer zu Werke zu gehen, schafft die Stadt mit der ein­hel­ligen Zustim­mung der Gemeinderäte nun Abhilfe: 1,4 Mil­lionen Euro gibt sie für ein neues Feu­er­wehrgerätehaus für Dahen­feld aus – es soll auf einem Grundstück zwi­schen Landes- und Die­sel­straße ent­stehen.

Die Feu­er­wehr­leute in Dahen­feld wie in der Kern­stadt freuen sich. „Wir sind mit den Plänen sehr zufrieden“, sagt der Kom­man­dant der Neckar­sulmer Wehr. Das geplante zwei­ge­schos­sige Flach­dachgebäude erfülle sämtliche rele­vanten Vor­schriften, biete viele neue Möglich­keiten für die Frei­wil­ligen und sehe auch noch gut aus. Zu diesen Möglich­keiten zählt etwa ein Raum im ersten Ober­ge­schoss, in dem Schu­lungen statt­finden können. Die neue Halle bietet den Fahr­zeugen aus­rei­chend Platz, für Frauen und Männer stehen künftig sepa­rate Duschen und Umkleiden bereit.

Verzögerung Schon seit Jahren ver­folge man das Ziel eines neuen Gebäudes für die Feu­er­wehr, sagt der Orts­vor­steher. „Dann floss die Gewer­be­steuer etwas spärli­cher, ein Amts­leiter wech­selte, das Pro­jekt verzögerte sich.“ Des­wegen habe man nun auf eine Rea­li­sie­rung 2014 Wert gelegt – quasi als „Aus­nahme“ vom Spar­vor­satz, wes­wegen andere Pro­jekte auf dem Prüfstand stehen. „Jetzt hoffen wir, dass die Zusage der Lan­des­zuschüsse erfolg­reich über die Bühne geht“, sagt Johann Habla. „Und im Herbst mit dem Bau begonnen werden kann.“

Die Möglich­keit, das alte Gebäude zu sanieren, habe sich zum Glück, wie der Orts­vor­steher meint, als nicht ren­tabel her­aus­ge­stellt: Man hätte ein Stock­werk auf das alte Gebäude setzen können, „aber der Rest wäre immer noch genau so alt gewesen“, führt der Kom­man­dant aus. Auch wei­tere Pro­bleme am alten Standort wären kaum lösbar gewesen: etwa die feh­lenden Parkplätze und Ran­gierfläche vor dem Haus. Auch eine Grund­schule gegenüber zu haben, mache die Situa­tion nicht gerade ein­fa­cher, meint Wolf­gang Rauh. Die Kosten für den Unter­halt wachsen zwar von 8500 auf 11 300 Euro im Jahr. „Aber das bei einer viel größeren Nutzfläche des Gebäudes“, ergänzte Baubürger­meister Klaus Grabbe.

Zustim­mung Diesen Argu­menten schlossen sich die Stadträte in ihrer jüngsten Sit­zung an. Eine Reno­vie­rung des alten Stand­orts hätte keinen Sinn gehabt, sagte CDU-Rat Eber­hard Jochim, sein Frak­ti­ons­kol­lege Hans Kriegs wies auf die Einsätze der Wehr über Dahen­feld hinaus, auf der Lan­des­straße oder in Amor­bach hin. „Das alte Gebäude ent­spricht schon seit dem Jahr 1973 nicht mehr den Stan­dards“, merkt SPD-Gemein­derat Torsten Rönisch an. „Ein Neubau ist drin­gend not­wendig.“ Zumal ein sol­cher auch die Moti­va­tion unter den Feu­er­wehr­leuten stärken würde. FDP-Stadtrat Gerald Friebe fand gut, dass die eben­falls erwo­gene Sanie­rung vom Tisch sei – auch der Grüne Horst Strümann lobte das Kon­zept.

Bild: Wo heute noch Maulwürfe graben, soll noch im Laufe des Jahres das neue Gerätehaus der Dahen­felder Feu­er­wehr ent­stehen. (Fotos: Alex­ander Klug)