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Feuerwehr als Motor des Gemeindelebens

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

Andrea Baz hatte alle Hände voll zu tun. Seit 14 Jahren ist sie bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr, Abt. Wol­len­berg aktiv, und genauso lange ist sie Chef de cui­sine beim Kel­t­erfest. „Einer muss es ja machen“, meinte sie grin­send. Eine schweißtrei­bende Arbeit, doch inzwi­schen hat sie Rou­tine. Und: Andrea Baz ist nicht allein in der Küche. Sohn, Tochter, Gatte, bei Familie Baz ist wie bei anderen Fami­lien aus der 400-Seelen-Gemeinde auch das Mit­helfen Ehren­sache. „Wir brau­chen den Zusam­men­halt, dann funk­tio­niert das Dorf­leben“, ist Abtei­lungs­kom­man­dant Harald Scholz über­zeugt. Die Wehr bringt sich aber nicht nur im Kel­t­erfest ein.

Stolz auf Mann­schaft Der Abtei­lungs­kom­man­dant der Wol­len­berger Wehr war wie jedes Jahr der Chef im Ring, sozu­sagen der Mann für alle Fälle. „Ich schaue, dass es läuft, und helfe, wo Not am Mann ist.“ Falls das Bier aus­geht, macht Scholz den Bier­kut­scher. Das fri­sche Back­werk hatte er noch schnell vor dem offi­zi­ellen Start­schuss besorgt. Auf seine Mann­schaft war er sicht­lich stolz. „Mit der Alters­mann­schaft und den Jungen sind wir 35 Aktive, dazu kommen die Partner und Fami­li­en­angehörige, so dass wir schnell eine Mann­schaft mit 50 Per­sonen an der Hand haben, die mit­helfen.“ So auch Hanna und Selina. Während Selina in der Jugend­wehr der Kern­stadt das Feu­er­wehr-Ein­mal­eins lernt, war Hanna eine der frei­wil­ligen Hel­fe­rinnen. „Uns macht das Spaß“, erzählten die Mädchen.

Mit dem Wirken seiner Mann­schaft war Scholz sicht­lich zufrieden. „Das Kel­t­erfest ist in Wol­len­berg das Feu­er­wehr­fest schlechthin, daneben bewirten wir in zwei Wochen beim Jako­bi­markt und machen im November den Mar­tins­umzug“, zählte der örtliche Feu­er­wehr­chef auf. „Viel­leicht machen wir noch das eine oder andere Fest, aber das ist bei uns spontan“, berich­tete Harald Scholz. Sei man im Oktober der Mei­nung, ein Span­fer­ke­l­essen ver­an­stalten zu wollen, dann wird das aus­ge­richtet. Auch ein Gerätehaus­fest sei möglich oder ein Okto­ber­fest.

Für die Bürger „Wir pro­bieren aus und sehen, was ankommt“, so beschrieb Rüdiger Rauch die Anfänge des Kel­t­erfests. Die Wehr ver­an­stalte die Feste für die Bevölke­rung: „Schöne Fest­lich­keiten ver­binden“, sagt Rüdiger Rauch. Ver­bun­den­heit mit den Wol­len­berger Flo­ri­ansjünger zeigen auch Irmela Hahn und ihr Gatte. Aus Bon­feld war das Ehe­paar ange­reist, beim Fest gehört es zu den Stammgästen. „Wir kommen immer frühzeitig, damit wir das Fest richtig genießen können. Es ist hier gemütlich, klein und fein, so dass wir bei unseren Pla­nungen schon schauen, dass wir uns diesen Termin frei­halten.“

Bild: Ehren­amt­liche der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Wol­len­berg packen beim Kel­t­erfest an. Der nächste Ein­satz naht: In zwei Wochen ist Jako­bi­markt.. Foto: Nicole Theuer