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Fahrbares Büro mit Einsatz- und Löschplänen

Güglingenvon Roland Baumann, HSt

Die Ein­satz­ab­tei­lung I der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Güglingen bekommt einen neuen Mann­schafts-Trans­port­wagen (MTW), das beschloss der Gemein­derat in seiner jüngsten Sit­zung. Aller­dings wird dieses Fahr­zeug nicht aus­schließlich für Fahrten von Feu­er­wehr­angehörigen zwi­schen Gerätehaus und Ein­satzort ver­wendet. Es soll auch den Ansprüchen einer fahr­baren Führungs- und Ein­satz­leit­stelle gerecht werden. Das hat seinen Preis: mehr als 73 600 Euro.

Der vor­han­dene MTW, Bau­jahr 1984, hat noch einen TÜV-Stempel bis August 2014 – diesen aber nur mit großem Repa­ra­tur­auf­wand bekommen. In der Feu­er­wehr­kon­zep­tion war die Ersatz­be­schaf­fung bereits für das Jahr 2011 ein­ge­plant, die Anschaf­fung aber mehr­fach ver­schoben worden.

Ausrüstungs­plan Zuletzt wurden die im Etat 2012 bereit­ge­stellten Finanz­mittel von 40 000 Euro in das Fol­ge­jahr 2013 trans­fe­riert. Fahr­zeuge von zwei Her­stel­lern wurden vor Ort begut­achtet. Danach stellte die Güglinger Feu­er­wehr ihren Ausrüstungs­plan zusammen und bat um ent­spre­chende Ange­bote. Diese lagen jetzt vor. Die Offerte der Firma Barth Feu­er­wehr­technik (Fell­bach) schloss mit einer Summe von rund 62 700 Euro ab. Das Angebot der Firma Schäfer Ein­satz­fahr­zeuge (Ober­der­dingen-Fle­hingen) belief sich auf 73 600 Euro. In der Gemein­de­rats­runde warf dieser Preis­un­ter­schied Fragen auf. Feu­er­wehr­kom­man­dant Andreas Conz konnte diese gut erklären. „Wir haben beiden Firmen unser Anfor­de­rungs­profil überg­eben – die Firma Barth hat aber nicht alles ins Fahr­zeug gepackt.“

Dass es sich bei der Ersatz­be­schaf­fung nicht um einen „reinen“ MTW han­deln soll, wurde vom Kom­man­danten noch­mals deut­lich her­aus­ge­stellt. Man wolle das Fahr­zeug so ausrüsten, dass es sowohl dem Trans­port der Feu­er­wehr­angehörigen bei Einsätzen als auch dem Führungs­stab als Leit­stelle bei Einsätzen gerecht wird. „In gewisser Weise ein fahr­bares Büro mit Ein­satz- und Löschplänen bei großen Unter­nehmen vor Ort“, so Conz.

Nicht ver­gleichbar Den 2013 gebraucht gekauften MTW für die Feu­er­wehr Frau­en­zim­mern könne man nicht mit der jetzt geplanten Anschaf­fung ver­glei­chen. „In Frau­en­zim­mern ging es wirk­lich darum, die Ein­satzkräfte von A nach B zu bringen.“