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Einsatzrekord bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Rappenau: 138 mal "Einsatz für Florian Bad Rappenau" im vergangenen Jahr

Bad Rappenauvon Andreas Rudlof

Nachdem für die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Bad Rap­penau mit 127 Einsätzen 2002 bereits ein Jahr der Super­la­tive dar­stellte, wurde die Zahl der Einsätze im 142. Jahr ihres Bestehens noch­mals „getoppt“. Zu ins­ge­samt 138 Einsätzen mussten die Angehörigen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau 2006 ausrücken. Rein sta­tis­tisch gesehen bedeutet dies, dass die Flo­ri­ansjünger der Kur­stadt alle 2,6 Tage einem Alarmruf gefolgt sind, um in Not gera­tenen Bürgern Hilfe zu leisten.

Für 20.585 Ein­wohner und einer Gemar­kungsfläche von etwas über 7.300 Hektar steht die Gesamt­feu­er­wehr Bad Rap­penau 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr zum Schutz ihrer Bürger bereit. Unter der Lei­tung von Stadt­brand­meister Wil­helm Bödinger ver­sehen die neun Abtei­lungen ihren Dienst am Nächsten frei­willig und aus­schließlich ehren­amt­lich.

Daneben ist die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Bad Rap­penau auch für die Nach­bar­orte Hüffen­hardt, Kirchardt und Sie­gels­bach jeder­zeit verfügbar, wenn ihre Hilfe benötigt wird. Seit dem 15. März 2004 ist die Rap­pen­auer Feu­er­wehr auch für einen Teil­ab­schnitt auf der Bun­des­au­to­bahn BAB 6 zuständig.

Nach ins­ge­samt 118 Einsätzen im Vor­jahr wurden die Feu­er­wehrmänner und -frauen der Kur­stadt im ver­gan­genen Jahr zu 138 Einsätzen gerufen, wie Stadt­brand­meister Wil­helm Bödinger während der Haupt­ver­samm­lung der Gesamt­feu­er­wehr in der Fürfelder „Brun­nen­berg­halle“ bekannt gab.

Beson­ders inter­es­sant ist dabei die Ver­schie­bung bei den Ein­satz­arten. Während man in Bad Rap­penau 2005 noch zu 43 Löscheinsätzen ausrückte, redu­zierten sich die Feu­er­alarme auf 37. Die Kleinbrände hatten dabei mit 14,5 und die Fehl­alarme mit 12,5 Pro­zent jeweils den größten Anteil am Ein­satz­ge­schehen bei den Brand­einsätzen. Im Bereich der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tungen und sons­tigen Einsätze waren 2006 hin­gegen 101 Alar­mie­rungen zu ver­zeichnen. 2005 waren es „nur“ 75 Einsätze.

Die 269 Angehörigen der aktiven Abtei­lung - dar­unter 19 Frauen - ihre 92 Mit­glieder der Jugend­feu­er­wehr mit 16 Mädchen sowie die 87 Kame­raden der Alters­ab­tei­lung konnten sich im abge­lau­fenen Jahr auf­grund der von Wil­helm Bödinger vor­ge­legten Bilanz über Lan­ge­weile mit Sicher­heit nicht beklagen.

Dies bestätigte auch der Stadt­brand­meister seinen ins­ge­samt 448 Feu­er­wehr­angehörigen.

Ob Einsätze nach Unwet­tern oder Stark­regen, Kaminbrände, Türöffnungen, Tier­ret­tungen, Pkw- und Lkw-Unfälle unter anderem auf der Auto­bahn – der Rückblick von Wil­helm Bödinger ließ das gesamte und gleich­zeitig breite Ein­satz­spek­trum der Rap­pen­auer Feu­er­wehr im letzten Jahr noch­mals Revue pas­sieren.

„Im Bereich der Aus- und Fort­bil­dung waren eben­falls zahl­reiche Aktivitäten zu ver­zeichnen“, verkündete der Stadt­brand­meister. Neben Lehrgängen auf Standort- und Kreis­ebene wurden auch zahl­reiche wei­terführende Lehrgänge an der Lan­des­feu­er­wehr­schule Baden-Württem­berg in Bruchsal besucht.

„Nur wer sich ständig fort­bildet, kann morgen noch mit­reden und aktiv ein­greifen“, unter­strich Wil­helm Bödinger. Ein Grund­satz, der nicht nur im Berufs­leben, sonder gerade auch bei der Feu­er­wehr unein­ge­schränkte Gültig­keit besitzt. Letzt­end­lich ist des dem Hil­fe­su­chenden Bürger wichtig, schnelle und qua­li­fi­zierte Hilfe zu erhalten, wenn er in Not geraten ist.

Neben der Beschaf­fung von all­ge­meiner Ausrüstung zur Sicher­stel­lung der Ein­satz­be­reit­schaft konnte im ver­gan­genen Jahr für die Abtei­lung Bon­feld ein Löschgrup­pen­fahr­zeug LF 10/6 beschafft und das dort vor­han­dene Löschgrup­pen­fahr­zeug LF 8/6 an die Abtei­lung Tresch­klingen überg­eben werden. Das LF 8/6 ersetzt in Tresch­klingen ein inzwi­schen 26 Jahre altes Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeug und bietet nun beiden Stadt­teilen eine opti­male, an ihrem jewei­ligen Gefährdungs­po­ten­zial aus­ge­rich­tete gerätetech­ni­sche Aus­stat­tung zur Erfüllung ihrer Auf­gaben.

Beson­deren Dank sprach Stadt­brand­meister Wil­helm Bödinger Oberbürger­meister Hans-Heri­bert Blättgen, dem Stadtrat sowie der Ver­wal­tung für die gewährte Unterstützung und die gute Zusam­men­ar­beit aus. Ins­be­son­dere auch des­halb, weil erkannt wurde - so Bödinger - dass nicht nur eine gute Aus­bil­dung, son­dern auch geeig­nete Ausrüstung not­wendig sei, um die vielfältigen Auf­ga­ben­stel­lungen bestmöglich erfüllen zu können.

Im Rahmen der Haupt­ver­samm­lung konnte Oberbürger­meister Hans-Heri­bert Blättgen zu Beginn seiner Grußworte - nach erfolgter Bestätigung durch den Gemein­derat - die Ein­wei­sungen der kürzlich neu gewählten Abtei­lungs­kom­man­danten und Stell­ver­treter durch Übergabe der jewei­ligen Ernen­nungs­ur­kunden vor­nehmen. So konnte Blättgen offi­ziell Andreas Bödinger als Abtei­lungs­kom­man­dant der Abtei­lung Bad Rap­penau, Ralf Schneider sowie Thomas Wachno als dessen Stell­ver­treter und Frank Schre­zen­maier als stell­ver­tre­tenden Abtei­lungs­kom­man­danten von Bab­stadt in Ihre neuen Ämter einführen.

Nachdem Wil­helm Bödinger in der jüngsten Abtei­lungs­haupt­ver­samm­lung das Amt des Abtei­lungs­kom­man­danten der Kern­stadt­wehr in jüngere Hände gelegt hatte, dankte ihm der Oberbürger­meister für die in den 25 Jahren her­vor­ra­gend geleis­tete Arbeit als Abtei­lungs­kom­man­dant und freute sich, ihn als Gesamt­kom­man­dant „noch einige Jahre an Bord“ zu haben. „Ihnen war kein Weg zu weit, keine Zeit zu früh - dafür unseren herz­li­chen Dank für diesen Ein­satz“, unter­strich Hans-Heri­bert Blättgen. Dabei habe sich dies bei Wil­helm Bödinger nicht nur auf den Ein­satz vor Ort „im Fall der Fälle“ beschränkt, son­dern auch bei Übungen, Vor- und Nach­be­spre­chungen „waren Sie stets präsent“, so Blättgen.

Dafür ern­tete Wil­helm Bödinger von der Ver­samm­lung „Standig Ova­tions“, als äußeres Zei­chen des Dankes von „seiner“ Mann­schaft.

„Die Aus­stat­tung muss stimmen“, bekräftigte der Oberbürger­meister. Diese Tat­sache ziehe sich „wie ein roter Faden“ schon seit Jahr­zehnten durch das Feu­er­wehr­wesen, so Blättgen. Nur so sei es möglich, eine opti­male Auf­ga­benerfüllung durch die Feu­er­wehr gewährleisten zu können. Dass die Stadt Bad Rap­penau hier ihrer Ver­pflich­tung nach­kommt, unter­strich Hans-Heri­bert Blättgen mit der Bekannt­gabe, dass man für die Ersatz­be­schaf­fung der Dreh­leiter einen posi­tiven Zuwen­dungs­be­scheid im Laufe des Jahres erwarte, sodass das Beschaf­fungs­pro­jekt bis zum Ende des kom­menden Jahres abge­schlossen werden könne.

Als „nächsten großen Batzen“ wer­tete Blättgen die Umstel­lung von der bis­he­rigen Ana­log­funk­technik auf Digi­tal­funk. „Die hier auf uns zukom­menden Kosten lassen sich der­zeit noch nicht defi­nitiv bezif­fern“, so der Oberbürger­meister.

Abschließend sicherte Blättgen der Feu­er­wehr eine wei­terhin gute Zusam­men­ar­beit zu. „Sie hat sich in der Ver­gan­gen­heit bewährt und wird sich auch in Zukunft beweisen“, ist sich Oberbürger­meister Hans-Heri­bert Blättgen sicher.

Foto: Feu­er­wehr Bad Rap­penau

Im Bereich der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tungen hatte die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Bad Rap­penau auch im ver­gan­genen Jahr wieder einen signi­fi­kanten Anstieg der Ein­satz­zahlen zu ver­zeichnen. Ins­ge­samt konnten bei den 101 Hil­fe­leis­tungs­einsätzen 8 Men­schen gerettet und 6
leider nur noch tot geborgen werden.