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Eine "schwäbische Veranstaltung mit mehr Sternen als die deutsche Fußballnationalmannschaft"

Bad Friedrichshallvon Marcel Karger, Medienteam KFV Heilbronn

Übergabe zweier Ein­satz­fahr­zeuge und 60 Jahre Spiel­mannszug - „eine schwäbische Ver­an­stal­tung“, begrüßte Kom­man­dant Marcel Vogt die anwe­senden Kame­raden und Gäste, habe man doch so nur einmal den Auf­wand.

Eigent­lich hätten es ursprünglich zwei Gerätewagen werden sollen: ein Gerätewagen Trans­port wie als Ersatz für ein bau­glei­ches Vorgänger­fahr­zeug vor allem für den Hoch­was­ser­schutz nun neu beschafft und ein Gerätewagen in Son­der­ausführung mit Seil­winde, Licht­mast und Kran als Ersatz für einen vor Jahren gebraucht beschafften Rüstwagen 2. Doch für das zweite Fahr­zeug ver­wei­gerte das Innen­mi­nis­te­rium die Geneh­mi­gung - eine Zug­vor­rich­tung ist an Baden-Württem­ber­gi­schen Gerätewägen nicht vor­ge­sehen. Die Beschaf­fungs­gruppe suchte dar­aufhin nach alter­na­tiven und wurde nach meh­reren bun­des­weiten Besich­ti­gungen in Herr­sching am Ammersee (Bayern) fündig. Ein Rüstwagen 2 Bau­jahr 1990 über­zeugte von seinem Zustand und wurde gekauft.

Die beiden Fahr­zeuge, der neue GW-T und der gebrauchte RW 2, wurden von der Firma Hensel in Wald­brunn für die Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall auf­ge­baut bzw. über­holt. Das Fahr­ge­stell des Gerätewa­gens wurde von der Firma Assen­heimer Mul­finger gelie­fert. Dessen Ver­treter sagte in einem Grußwort scherz­haft „hier in Fried­richs­hall haben wir nun mehr Sterne in der Halle als die deut­sche Fußball­na­tio­nal­mann­schaft auf der Brust“. Funk und Technik wurden von der Firma Her­bach aus Wert­heim gelie­fert.

Ger­hard Kupfer, selbst jah­re­lang Stabführer des örtli­chen Spiel­manns­zuges, führte mit einer Präsen­ta­tion durch die ver­gan­genen 60 Jahre - von der Gründung am 13.12.1954 durch Anton Kremsler bis heute.

Die zusammen mit der Musik­schule unterer Neckar ins Leben geru­fene Drum­line-Gruppe des Spiel­manns­zuges zeigte in einem Bei­trag (siehe Video) wie man Fahr­zeugübergabe und Musik ver­binden kann. Man wolle auch zukünftig ein breites Reper­toire bieten, von der Marsch­musik bis zu Rock und Pop, betonte Stabführerin Larissa Simon in ihrem Grußwort.