QR-Code zur Seite

Eine Kippe und ihre üblen Folgen

Eppingenvon Karoline Beck, HSt

Rohr­ba­cher Wehr­leute kamen bei ihrer Abschlussübung selbst ins Staunen

Eppingen Punkt 16 Uhr heulten die Sirenen, als die Rohr­ba­cher Wehr­leute zu ihrer Abschlussübung ausrückten. Das Ziel­ob­jekt war auf einem Acker im Wie­sen­grund auf­ge­baut: Grup­penführer Gregor Deusch hatte ein Ein­fa­mi­li­en­haus im Detail nach­ge­baut. Der Dach­stuhl bestand aus einer Dampf­sperre, Isover Glas­wolle, Sparren, Holz­fa­ser­platten, Kont­er­lat­tung und Lat­tung. Grup­penführer Alex­ander Hipp erklärte, wie man sofort nach dem Ein­treffen im Ernst­fall fest­stellen kann, wo ein­zelne Zimmer liegen könnten: Kin­der­zimmer - Bilder an den Scheiben. Toi­lette und Bad - Milch­glas. Küche - unten fest­ste­hende Scheibe und oben Flügel.

Nach der Lage­be­spre­chung mit Grup­penführer Hipp wurde eine bren­nende Ziga­rette zwi­schen Latte und Holz­fa­ser­platte gelegt. Keiner der Wehrmänner konnte glauben, was er mit eigenen Augen sah: Nach sieben Minuten fing die Holz­fa­ser­platte an zu glimmen, nach wei­teren acht Minuten gab es starken Rauch und inner­halb 23 Minuten stand das Haus in Flammen. Spätes­tens jetzt war jedem klar, was eine weg­ge­wor­fene Ziga­rette anrichten kann.

Da im Rohr­ba­cher Gewer­be­ge­biet meh­rere kunst­stoff­ver­ar­bei­tende Firmen ange­sie­delt sind, wurden bei dieser Übung meh­rere Ver­suche mit ver­schie­denen Gra­nu­laten durchgeführt. Kom­man­dant Heinz Kemmler und Kunst­stoff­ex­perte Jörg Heit­linger setzten bei­spiels­weise Poly­ethylen (PE) oder Poly­oxy­me­thylen (POM) in Brand.