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Ehrung für Einsatz und Entbehrung

Leingartenvon Josef Staudinger, HSt

Gesel­lig­keit und gute Laune standen im Mit­tel­punkt des Kame­rad­schafts­abends der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Lein­garten. Das Pro­gramm beinhal­tete Ehrungen und Musik sowie eine Dia­schau über die Lie­bes­heirat zwi­schen den Gemeinden Schluch­tern und Großgartach, die sich vor 35 Jahren zu Lein­garten ver­banden.

Den musi­ka­li­schen Ton gab Uwe Naut­scher an, der auf dem Key­board mit schwung­vollen Rhythmen für Stim­mung sorgte. Der Kame­rad­schafts­abend sei eine kleine Aner­ken­nung für die geleis­tete Arbeit im abge­lau­fenen Jahr, sagte Kom­man­dant André Göbl. Er bedankte sich auch bei den Feu­er­wehr­frauen im Hin­ter­grund, ohne deren Unterstützung so man­ches nicht machbar wäre.

Lein­gar­tens Bürger­meister Ralf Stein­brenner bezeich­nete die tra­di­tons­reiche Ver­an­stal­tung als freu­digen Aus­gleich für Ent­beh­rungen, Übungen und Einsätze. Seit dem letzten Jahr sei vieles pas­siert: Unter anderem nannte der Rat­haus­chef das vom Gemein­derat abge­seg­nete neue Feu­er­wehr­kon­zept und den Präven­tiv­un­ter­richt durch die Hilfs­or­ga­ni­sa­tion in den Lein­gar­tener Kin­dergärten. Stolz ist er auf das bron­zene Leis­tungs­ab­zei­chen, das eine Löschgruppe im Juni errang sowie auf die Jugend­feu­er­wehr. Stein­brenner sicherte den Flo­ri­ansjüngern bestmögliche Unterstützung durch die Kom­mune zu und wünschte ihnen, dass sie unver­sehrt von ihren Einsätzen wieder zurückkommen.

Vier Feu­er­wehr­leute wurden beim Kame­rad­schafts­abend für 25 Jahre Lösch- und Ret­tungs­dienst geehrt: die Oberlösch­meister Detlef Boese, Helmut Hoff­mann und Bernd Zeyer, sowie der Kas­sier und Schriftführer Gott­hold Treiber. Ein Vier­tel­jahr­hun­dert ehren­amt­liche Tätig­keit bei der Feu­er­wehr könne über­haupt nicht ange­messen gewürdigt werden, meinte Kom­man­dant André Göbl, der den Jubi­laren das Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Silber und eine Urkunde über­reichte. Von der Gemeinde gab es eine Uhr mit Gravur.

Detlef Boese war früher im in Meck­len­burg-Vor­pom­mern gele­genen Städtchen Greifs­wald bei der Feu­er­wehr aktiv. Nach seinem Umzug 2001 hat er sich der Lein­gar­tener Hilfs­or­ga­ni­sa­tion ange­schlossen. Helmut Hoff­mann und Bernd Zeyer traten mit 18 Jahren der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr in der Heu­chel­berg-Gemeinde bei, der Vierte im Bunde, Gott­hold Treiber, im Alter von 30 Jahren.

Mit seiner Dia­schau Lie­bes­heirat? ließ Karl Hoff­mann die kom­mu­nal­po­li­ti­schen Ereig­nisse des Gemeinde-Zusam­men­schlusses von Schluch­tern und Großgartach noch einmal Revue pas­sieren. Die Flur­be­rei­ni­gung, der gemeinsam ent­wi­ckelte Bebau­ungs­plan für die anein­ander gren­zenden Bau­ge­biete Kies­berg und Augel­baum sowie der Bau eines Schul­zen­trums für die Kinder beider Gemeinden waren die Argu­mente für die Fusion. Doch auch viele Hin­der­nisse waren aus dem Weg zu räumen, bis aus Schluch­tern und Großgartach am 1. Januar 1970 schließlich Lein­garten wurde. Im zweiten Teil seines Vor­trages zeigte Karl Hoff­mann einen Lein­gar­tener Vier-Jah­res­zeiten- Quer­schnitt im Jahr nach der Ver­ei­ni­gung. Keine Lie­bes­heirat, aber eine gute Ver­nunftehe , lau­tete am Ende sein Fazit der seit drei­ein­halb Jahr­zehnten bestehenden Allianz.

(Foto: HSt)