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Doppelter Einsatz für die Feuerwehrleute

Eppingenvon Redaktion HSt

Ein Novum gab es bei der Hauptübung der Gesamt­wehr Eppingen. Erst­mals probten die Feu­er­wehr­leute den Ernst­fall gleich­zeitig an zwei ver­schie­denen Orten: bei der Firma Kauf­mann in Richen und auf dem Aus­sied­lerhof Benz in Elsenz. Die Wehren aus Richen, Eppingen, Adels­hofen und Klein­gartach betei­ligten sich an der Übung bei der Firma Kauf­mann. Das Sze­nario: Ein tech­ni­scher Defekt in der Pro­duk­ti­ons­halle, auf­stei­gender Rauch. Vier Mit­ar­beiter ver­suchten mit Feuerlöschern den Ent­ste­hungs­brand zu löschen, dabei kam es zu einer Holz­staub­ex­plo­sion. Die Mit­ar­beiter wurden hierbei ver­letzt und konnten die Halle nicht mehr selbstständig ver­lassen. Ein Brand brei­tete sich rasch aus.

Beim Ein­treffen der Wehr gab der Betriebs­leiter eine genaue Beschrei­bung über die Anzahl der ver­missten Per­sonen und die Lage des Brand­herdes. Es wurde sofort mit der Men­schen­ret­tung unter Atem­schutz begonnen und die Was­ser­ver­sor­gung auf­ge­baut. Nach dem Ein­treffen der Eppinger Wehr wurde eine Ein­satz­lei­tung gebildet und in zwei Ein­satz­ab­schnitte ein­ge­teilt: Men­schen­ret­tung und Brandbekämpfung sowie Was­serförde­rung und Rie­gel­stel­lung. Das DRK Ber­wangen-Richen war eben­falls alar­miert und ver­sorgte die ver­letzten Per­sonen. Nach 75 Minuten hieß es „Feuer aus, Übung beendet“.

Im Aus­sied­lerhof Benz waren die Wehren aus Elsenz, Eppingen und Mühlbach im Ein­satz. Als Sze­nario wurde ange­nommen, dass ein Mähdre­scher durch Über­hit­zung in Brand geraten war, das Feuer auf die angren­zenden Ställe mit Melk­kammer und Heu­lager über­ge­griffen hat und vier Per­sonen ver­misst wurden. Die Feu­er­wehr machte sich sofort daran, Men­schen zu retten und das Feuer zu bekämpfen. Durch die Größe des Anwe­sens reichte die Was­ser­menge aus dem Hydranten nicht aus, und man staute unter Ein­satz einer Absperr­blase die Elsenz im Bereich des Aus­sied­ler­hofes.

Ein Trupp durch­suchte die Heu­ballen in der Halle nach Brand­nes­tern. Mit einem wei­teren Trupp wurde mit einem Son­der­rohr das Hal­len­dach gekühlt, um ein Überg­reifen zu ver­hin­dern. An beiden Übungen waren 101 Feu­er­wehrmänner mit 14 Fahr­zeugen betei­ligt. Die Ein­satz­leiter Martin Kuh­mann und Bernd Lacho­witzer zogen ein sehr posi­tives Fazit.

Bild: Feuer im Stall- das Sze­nario bei der Eppinger Feu­er­wehrübung. (Foto: privat)