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Die Feuerwehrmänner waren mehr als 100 Mal im Einsatz

Brackenheimvon Gerhard Dubinyi, HSt

Bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bra­cken­heim macht sich die Nach­wuchsförde­rung langsam bemerkbar. Elf Neue gibt es in der aktiven Wehr, wei­tere werden folgen.

Die 178 Flo­ri­ansjünger in den Löschzügen der Bra­cken­heimer Gesamt­wehr haben einen hohen Aus­bil­dungs­stand, wie Kom­man­dant Harald Zeyer bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung in Dürren­zim­mern mit­teilte. Das Jahr 2005 bezeich­nete er als ?ein Jahr der Aus­bil­dung? mit 11 149 Aus­bil­dungs- und Übungs­stunden.

Ins­ge­samt 265 Mit­glieder:
Im Per­so­nal­be­reich ist eine leichte Zunahme zu ver­zeichnen. Fünf Feu­er­wehrmänner sind zwar aus­ge­treten, elf kamen aber - teil­weise aus der Jugend­feu­er­wehr - hinzu. Samt Alters- und Jugend­ab­tei­lung zählt die Bra­cken­heimer Wehr nun 265 Angehörige. Am stärksten sind die Löschzüge der Bra­cken­heimer Kern­stadt mit 43 Aktiven, auch in Dürren­zim­mern hat sich die Lage mit jetzt 13 Feu­er­wehr­leuten und einem Anwärter ent­spannt.

Deut­lich zuge­nommen hat die Zahl der Einsätze: mit 101 lag sie erst­mals bei über 100 - gegenüber 69 im Vor­jahr. Ins­ge­samt 240 Ein­satz­fahrten erfor­derten 1787 Ein­satz­stunden. Die Übungs- und Aus­bil­dungs­stunden hin­zu­ge­rechnet, waren die Flo­ri­ansjünger 13 496 Stunden frei­willig im Dienst.

51 Mal wurde tech­ni­sche Hilfe geleistet, 30 Mal musste Feuer gelöscht werden - vom Wasch­ma­schinen- über den Con­tainer- und den Fahr­zeug- bis hin zum Haus­brand. Es wurden zwölf Men­schen und eine Schlei­er­eule in Sicher­heit gebracht. Bei einem tra­gi­schen Ver­kehrs­un­fall im Juni wurde der Fahrer zwar gerettet, erlag aber dann im Kran­ken­haus seinen Ver­let­zungen.

Ver­bes­sert hätten sich Ausrüstung und Aus­stat­tung, berich­tete der Kom­man­dant. Zugführer Jürgen Kröneck machte jedoch darauf auf­merksam, dass das Boten­heimer Fahr­zeug 30. Geburtstag feiere.

Neu ange­schafft wird zunächst eine Dreh­leiter, für die 650 000 Euro hin­geblättert werden müssen. Wie Bürger­meister Rolf Kieser mit­teilte, erwartet die Stadt hierfür einen Zuschuss von 350 000 Euro vom Land, 200 000 Euro müsse man aus der all­ge­meinen Rücklage ent­nehmen, so dass das Gerät ohne Kredit finan­ziert werden könne.

Finan­ziert sei auch die Erwei­te­rung des Maga­zins um zwei Boxen für Fahr­zeuge des DRK-Orts­ver­eins. Für die Kosten von 90 000 Euro gibt es laut Kieser im kom­menden Monat 80 000 Euro Zuschuss, so dass in den nächsten Wochen mit dem Bau begonnen werden kann.

Kieser freute sich, dass die Bra­cken­heimer bereits im zehnten Jahr eine intakte Jugend­wehr haben, die Jugend­wart Fritz Reiner auf der­zeit 31 Mit­glieder bezif­fert.

In Pla­nung ist das 150. Jubiläum im Jahr 2009, für das nun mit der Schaf­fung von Rücklagen begonnen wird. Es werde auch ein Jahr des Wech­sels: Nachdem nun der Bra­cken­heimer Zugführer Erwin Thiel nach 25 Jahren zurückge­treten ist, werden dies 2009 auch Kom­man­dant Harald Zeyer und sein Stell­ver­treter Werner Döbler tun, infor­mierte der Bürger­meister.

Während so man­cher Zugführer­be­richt zum Schmun­zeln anregte, war der des beson­deren Gastes, Feu­er­wehr­mann ?Schorsch Schimpf? alias Dekan Werner- Ulrich Deetjen, mehr als zum Schmun­zeln. Bei seinen ober­schwäbischen Anek­doten wie ?Wer lange löscht, wird alt? oder ?Habe schon gelöscht, als ihr noch nicht habt das Wasser halten können?, hielt es die Flo­ri­ansjünger am Ende nicht mehr auf ihren Plätzen. Sie dankten dem ?Schorsch? mit ste­henden Ova­tionen.

Schwer hatten es danach Kas­sier Jürgen Kühner und Kas­senprüfer Klaus-Dieter Zürn, die Ver­samm­lung für ihre tro­ckenen Zahlen zu inter­es­sieren.

Bild:
Kom­man­dant Harald Zeyer (links) und Bürger­meister Rolf Kieser (rechts) ehrten Jürgen Kühner, Hans Ocker, Dietmar Scheu­erle und Walter Döbler (von links). (Foto: Ger­hard Dubinyi)