QR-Code zur Seite

Das uralte Löschgerät funktioniert noch immer bestens

Oedheimvon Heinz Schmierer HSt

Nicht nur die aktu­ellen Fahr­zeuge und Ein­satzgeräte sowie die Vorführungen zur Sicher­heit im Haus­halt standen im Mit­tel­punkt des gut besuchten Tags der offenen Tür bei der Feu­er­wehr Oed­heim. Beim Wett­spritzen der Oed­heimer Ver­eine mit dem Hydro­phor von 1880 zeigte sich auch, dass das alte Löschgerät heute noch funk­tio­niert, aber nur mit Mus­kel­kraft und Aus­dauer.

Das Wetter ver­schonte Oed­heim vor den angekündigten Regen­schauern, so dass die Fahr­zeuge und Geräte der Oed­heimer Wehr von den Männern um Gerätewart Ole Beh­rens auf dem Park­platz neben dem Feu­er­wehr­haus in der Brun­nen­straße gezeigt werden konnten.

Ein bei einem schweren Ver­kehrs­un­fall total beschädigtes Auto inspi­zierten die Besu­cher mit beson­derem Inter­esse. Es grenzt an ein Wunder, dass der Fahrer aus diesem Auto noch gerettet werden konnte.

Aber auch die ver­schie­denen Fahr­zeuge und Spe­zi­alanhänger mit ihren Ein­satzmöglich­keiten fanden das Inter­esse der Gäste. Begut­achtet werden konnte erst­mals die in diesem Jahr von den Feu­er­wehr­ka­me­raden in Eigen­leis­tung ein­ge­baute Zwi­schen­decke in der Wasch­halle. Aus­ge­stattet mit einer deko­ra­tiven Holz­treppe und einem Elek­tro­kran, ist damit im Feu­er­wehr­haus erheb­lich mehr Stau­raum vor­handen.

Bereits am Vor­mittag, als der Musik­verein Oed­heim mit seinem Kon­zert zum Frühschoppen unter­hielt, freute sich der Stell­ver­tre­tende Kom­man­dant der Oed­heimer Feu­er­wehr, Bernd Ehr­hardt, neben vielen Gästen auch über eine große Zahl von Feu­er­wehr­ka­me­raden.

Bei einer Vorführung zur Verhütung von Brandunfällen im Haus­halt erkannten die Zuschauer, dass heißes und bren­nendes Fett nie mit Wasser gelöscht werden darf, denn eine meter­hohe Stich­flamme schoss aus dem heißen Topf aus, als nur ein Glas Wasser hin­ein­ge­gossen wurde. Die Flo­ri­ansjünger machten mit dieser Vorführung auch auf das rich­tige Ver­halten auf­merksam.

Den selben Zweck hatte eine Aus­stel­lung über die Rauch­melder im Haus. Span­nend ging es dann beim Wett­spritzen der Oed­heimer Ver­eine zu. Mit dem Hydro­phor von 1880, das in diesem Jahr also 125 Jahre alt wurde und 1991 zum Jubiläum von der Alters­ab­tei­lung aufwändig restau­riert worden war, ver­suchten die acht teil­neh­menden Mann­schaften mit viel Mus­kel­kraft und Geschick­lich­keit, die nicht leichten Auf­gaben zu erfüllen und noch möglichst viel Wasser zu sam­meln. Ange­feuert wurden sie dabei von einer großen Schar begeis­terter Zuschauer.

Am besten waren die Teams des Musik­ver­eins und des Kanu-Clubs, denn trotz eines erfor­der­li­chen Ste­chens gelang es nicht, einen Sieger zu ermit­teln. Somit wurden zwei Sieger mit Preisen belohnt, den 3. Platz belegte mit der Jugend­gruppe „Cho­rioso“ des Lie­der­kranzes, ein Team, das hauptsächlich aus weib­li­chen Team­mit­glie­dern bestand.

Mit diesem Wett­be­werb wurde auch bewiesen, dass das Oed­heimer Hydro­phor auch heute noch voll funk­tions- und leis­tungsfähig ist, trotz 125 Jahre Alter und im Löschein­satz bis Anfang der 60iger Jahre des ver­gan­genen Jahr­hun­derts. Auch Gäste aus der Politik fanden den Weg nach Oed­heim, so verstärkte Dr. Bern­hard Lasotta ein Team des CDU-Orts­bands Oed­heim beim Wett­spritzen, und auch SPD-Kan­didat Josip Jura­tovic weilte unter den Gästen. Der guten Bewir­tung durch die Feu­er­wehr­ka­me­raden und deren Part­nern und ins­be­son­ders der Jugend­feu­er­wehr ist es zu ver­danken, dass nicht nur der Wis­sens­durst gestillt wurde, son­dern dass sich dem Rund­gang einige gemütliche Stunden anschlossen.

Foto: Auf großes Inter­esse stießen nicht nur die Vorführungen zur Sicher­heit im Haus­halt, son­dern auch das 125 Jahre alte Hydro­phor. (Foto: Heinz Schmierer)