QR-Code zur Seite

Das neue Fahrzeug enthält eine Kommandozentrale

Wüstenrotvon Sabine Friedrich HSt

Die Feu­er­wehr Wüstenrot erhält ein Ein­satz­leit­fahr­zeug. Es ersetzt den über 20 Jahre alten Mann­schafts­trans­port­wagen (MTW). Die 72 000 Euro teure Anschaf­fung ist für die Ein­satz­taktik wichtig, enthält sie doch eine Kom­man­do­zen­trale. Vom Wagen aus können Einsätze koor­di­niert werden.

Schon wieder Geld für die Feu­er­wehr? Diese Frage stellte sich man­cher Gemein­derat im Vor­feld der Grund­satz­ent­schei­dung. Denn die Abtei­lungen Wüstenrot, Neuhütten und Fins­terrot sind noch nicht einmal ins neue Magazin in Wei­hen­bronn ein­ge­zogen, da taucht ein wei­terer Wunsch auf. 2,1 Mil­lionen Euro hat die Gemeinde in den Neubau inves­tiert.

Die einstündige Präsen­ta­tion des Ein­satz­leit­wa­gens (ELW) der Ober­sulmer Wehr über­zeugte die Unent­schlos­senen und die Skep­tiker in den Reihen der Räte jedoch. In der Gemein­de­rats­sit­zung gab's noch eine zusam­men­fas­sende Power-Point-Präsen­ta­tion über Funk­tionen und Aus­stat­tung des Wagens.

Der ELW ersetzt zwei Fahr­zeuge: den MTW und den gebrauchten Kom­man­do­wagen des Kom­man­danten. Mit der Neu­an­schaf­fung wird die Ein­satz­stelle erkundet, sie dient als Kom­man­do­zen­trale mit umfang­rei­cher Infor­ma­tions- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­technik und sie hat Platz für acht Leute. Aus­ge­stattet mit einem Funk­masten, sollen die Pro­bleme mit den Funklöchern in der Gemeinde der Ver­gan­gen­heit angehören. 2003 hat Wüstenrot bereits einen Zuschuss­an­trag gestellt und hofft 2005 auf die Bewil­li­gung von 20 000 Euro.

Der Kauf sei sinn­voll und not­wendig, weil er die Feu­er­wehr schlagkräftiger mache, leuch­tete Peter Wagner (SPD) die Argu­men­ta­tion der Feu­er­wehr ein. Er war skep­tisch gewesen, erneut so viel Geld für die Ein­satzkräfte aus­zu­geben. Auch Hubert Sinn (FWV) änderte seine Mei­nung. Der ELW bringe mehr Vor­teile. „Ich finde ihn fast ein Muss“, befürwor­tete auch Frank Greiner (FWV) die Inves­ti­tion.

Andreas Pfäffle (FWV) wollte wissen, ob denn in den nächsten Jahren dann „Ruhe“ sei. Bürger­meister Roland Awe wies darauf hin, dass Fahr­zeuge eine gewisse Lebens­zeit hätten. „Wenn sie nicht mehr durch den TÜV kommen, muss man sie ersetzen.“ Die Pla­nungen gingen in die Rich­tung, dass die Viel­zahl der Fahr­zeuge sich redu­ziere auf weniger Wagen mit höherem tak­ti­schen Wert. Kom­man­dant Uli Stettner fügte hinzu, dass der ELW, der auch bei Einsätzen der anderen Abtei­lungen ausrücken wird, ein Löschfahr­zeug nicht ersetzen könne. Das aus Stan­gen­bach sei Bau­jahr 1978, das Löschfahr­zeug in Mai­en­fels ein Jahr jünger.