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Brandschutz treibt Kosten in die Höhe

Heilbronnvon Redaktion HSt

Die Stadt Heil­bronn hat 2013 ihre Aus­gaben in den Brand­schutz ver­viel­facht: Ins­ge­samt rund 6,6 Mil­lionen Euro standen allein im Etat für die ver­bes­serte Sicher­heit von städti­schen Gebäuden zur Verfügung, wei­tere Maßnahmen kamen im Lauf des Jahres hinzu. Zum Ver­gleich: 2012 waren es noch 1,3 Mil­lionen Euro. Diese Zahlen gab die Stadt am Don­nerstag in einer Pres­se­mit­tei­lung bekannt.

„Die Anfor­de­rungen an den Brand­schutz sind lan­des­weit enorm gestiegen“, erläutert Bürger­meister Wil­fried Hajek den Anstieg. Als Reak­tion hatte der Gemein­derat bereits im Sep­tember ein Paket an Sofortmaßnahmen beschlossen, ins­ge­samt sum­mieren sich die Brand­schutz­aus­gaben in den nächsten Jahren auf zirka 38-Mil­lionen-Euro – die Inves­ti­tionen in diesem Bereich werden also auf einem hohen Niveau bleiben.

Nachrüstung von Brand­mel­dern und Alar­mie­rungs­an­lagen

Neben ohnehin vor­ge­se­henen bau­li­chen Maßnahmen sowie Pla­nungen kam in diesem Jahr ein Paket an Sofortmaßnahmen hinzu, das vor allem die umfang­reiche Nachrüstung von Brand­mel­dern und Alar­mie­rungs­an­lagen beinhaltet. Ziel sei es, so Gabriele Urban vom städti­schen Hoch­bauamt, „im Brand­fall eine Früher­ken­nung, eine schnellstmögliche Alar­mie­rung und damit auch eine unverzügliche Eva­ku­ie­rung möglich zu machen“.

Bei den Inves­ti­tionen nehmen fol­gende Pro­jekte einen her­aus­ra­genden Stel­len­wert ein: In der Damm­schule wurde im Juli mit dem zweiten Bau­ab­schnitt der Brand­schutzmaßnahmen und der damit im Zusam­men­hang ste­henden Decken­sa­nie­rung begonnen. Die Fer­tig­stel­lung ist für Ende 2014 vor­ge­sehen. Die Maßnahme mit einer Größenord­nung von ins­ge­samt 3,2 Mil­lionen Euro umfasst unter anderem den Einbau von Brand­schutz­de­cken, einer Brand­mel­de­an­lage, von Flucht­treppen, internen Ver­bin­dungen als zweitem Ret­tungsweg und Schot­tungsmaßnahmen. Außerdem werden Brand­schutztüren ein­ge­baut.

Im Theater wurden in diesem Jahr für rund 635.000 Euro wei­tere Brand­schutzmaßnahmen umge­setzt. Das Hoch­bauamt hat Brand­schutz­tore im Hin­terbühnen­be­reich, Türen im Ver­wal­tungs­trakt sowie Brand­schutz­klappen bei Lüftungs­lei­tungen ein­ge­baut.

In der Mörike-Real­schule in Sont­heim konnten für rund 460.000 Euro in einem zweiten Bau­ab­schnitt Brand­schutzmaßnahmen im Schulgebäude fer­tig­ge­stellt werden. In den Fluren gibt es nun eine Brand­mel­de­an­lage und Rauch­schutztüren. Darüber hinaus mussten Brand­schutz­klappen in die Lüftungskanäle ein­ge­baut werden; umfang­reiche Schot­tungsmaßnahmen standen an. Zudem wurden Wände brand­schutz­tech­nisch ertüchtigt.

Neue Flucht­treppen für Grund­schule

In der Deutsch­orden-Grund­schule Kirch­hausen hat das Hoch­bauamt in diesem Jahr den Brand­schutz durch die Mon­tage von jeweils zwei Flucht­treppen an den Gie­bel­seiten abge­schlossen. Über interne Ver­bin­dungstüren zwi­schen den Räumen ist nun in jedem Klas­sen­raum der zweite bau­liche Ret­tungsweg über neue Fluchttüren in der Fas­sade gewährleistet. Kosten: 220.000 Euro.

Im Deutsch­or­dens­schloss Kirch­hausen wurden im ersten Bau­ab­schnitt Brand­schutzmaßnahmen in Höhe von rund 200 000 Euro umge­setzt. Im Ober­ge­schoss ent­stand ein neuer mul­ti­funk­tio­naler Raum, für die gesamte Etage dient das bestehende Trep­pen­haus im Südost­turm als bau­li­cher Ret­tungsweg. Der Mul­ti­funk­ti­ons­raum steht für Sit­zungen des Bezirks­bei­rats, für große Trau­ungen und Ver­eins­nut­zungen zur Verfügung. Der bis­he­rige Sit­zungs­saal im Dach­ge­schoss kann nur noch ein­ge­schränkt genutzt werden.

Die Brand­schutzmaßnahmen im Unter­ge­schoss des Rats­kel­lers haben rund 200.000 Euro gekostet. Als zweiten bau­li­chen Ret­tungsweg hat die Ver­wal­tung eine Anbin­dung an den Tech­nik­be­reich des Rat­hauses und einen Not­aus­stieg aus dem Gewölbe­keller geschaffen. Durch den Einbau neuer Fenster und den Umbau der Lichtschächte ist im Brand­fall eine bes­sere Rauch­ab­lei­tung möglich. Durch den Einbau einer Brand­mel­de­an­lage ist ein Frühwarn­system ent­standen.

Für die Besei­ti­gung von Brand­schutzmängeln an der Grund­schule Hork­heim hat die Stadt­ver­wal­tung rund 170.000 Euro aus­ge­geben. Hiervon wurde eine Außent­reppe als zweiter bau­li­cher Ret­tungsweg errichtet, zusätzliche Rauch- und Brand­schutztüren sowie eine neue Brand­mel­de­an­lage instal­liert.

In der Stau­fen­berg­schule in Sont­heim konnten für rund 150.000 Euro mit dem zweiten Bau­ab­schnitt die Brand­schutzmaßnahmen abge­schlossen werden. Das Hoch­bauamt hat die Wände ertüchtigt, Instal­la­ti­onsschächte geschottet und Brand­schutztüren ein­ge­baut. Im Ober­ge­schoss wurde die Brand­mel­de­an­lage ergänzt.

Bild: Unter anderem wurden Schulen mit Brand­schutzmaßnahmen nachgerüstet. Wie wichtig das sein kann, wurde beim Brand im Elly Heuss Knapp Gym­na­sium deut­lich.