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Bonfelder Feuerwehr probt den Ernstfall

Bad Rappenauvon Christine Weller, HSt

Was tun, wenn ein Auto­fahrer nach einem Unfall schwer ver­letzt in sein Fahr­zeug ein­ge­klemmt ist? Keine Frage: Hier muss die Feu­er­wehr her und den Ver­unglückten so scho­nend wie möglich befreien. Welche Schritte dazu not­wendig sind, hat am Sonn­tag­nach­mittag die Bon­felder Wehr bei ihrem Tag der offenen Tür vorgeführt. An einem Pkw demons­trierte eine Truppe unter der Lei­tung von Feu­er­wehr­mann Thomas Schanz einen Ein­satz.

Erst sichern „Zuerst muss das Fahr­zeug gesi­chert werden", sagte Abtei­lungs­kom­man­dant Frank Rieth. Danach erkundet der Grup­penführer, wie stark die Ver­let­zungen des Ver­unglückten sind. Das wurde in Bon­feld ohne Puppe oder Person simu­liert. Im nächsten Schritt klemmten die Retter sämtliche Strom­lei­tungen des Autos ab, um einem Brand vor­zu­beugen, gingen aber - das ist Vor­schrift - vor­sichts­halber noch mit Löschgeräten an den Unglücks­wagen heran.

Par­allel dazu legten die Helfer Not­fall­koffer, Schere, Spreizer und Ret­tungs­zy­linder bereit, um die Karos­serie auf­zu­bre­chen. Sämtliche Scheiben wurden abge­klebt, split­terlos ent­fernt und eine Ver­sor­gungsöffnung zum Ver­letzten geschaffen. „Während all dieser Vorgänge wird der Ver­unglückte ständig betreut", ver­si­cherte Kom­man­dant Rieth. Schließlich trat die ganze Truppe zur Befrei­ungsöffnung an: Das Dach des Fahr­zeugs wurde demon­tiert und damit der Weg für den Ret­tungs­dienst zum Ver­unglückten frei­ge­legt.

Gespannt hatten 130 Gäste das Können der Bon­felder Truppe bewun­dert, zu der auch eine Frau gehört. Stolz präsen­tierten die Helfer das neue Fahr­zeug, das im ver­gan­genen Jahr gekauft worden war. „Es enthält alle Ret­tungsgeräte, die wir für einen sol­chen Unfall, benötigen. Außerdem sind 1600 Liter Wasser drin", erzählte Kom­man­dant Rieth stolz.

Bild: Wie man fachmännisch ein Auto öffnet, demons­trierten die Retter der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr aus Bon­feld. (Foto: Chris­tine Weller)