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Bestens ausgestattet

Leingartenvon Stefanie Pfäffle, HSt

Rudi Ort­wein war 52 Jahre lang aktiv beim Roten Kreuz, kurz nach dem Krieg auch mal bei der Feu­er­wehr. „Habt ihr noch diese großen Schlauch­wagen? Mit denen haben wir vom Bach Wasser geholt, denn die Was­ser­ver­sor­gung war ja nicht so groß“, fragt der neu­gie­rige 85-Jährige Lein­gar­tens Feu­er­wehr­kom­man­danten Rouven Leib­brand. Nein, die gibt es nicht mehr, aber auf den sechs Ein­satz­fahr­zeugen der Frei­wil­ligen Wehr gibt es trotzdem viel zu ent­de­cken. Beim Tag der offenen Tür wird das am Sonntag von den Besu­chern reich­lich genutzt.

Wet­ter­pro­blem Erst­mals haben die Flo­ri­ansjünger ihre Ver­an­stal­tung in den April vor­ver­legt, um der Fest­flut im Juli zu ent­gehen. Prompt haben sie etwas Pech mit dem Wetter: Wegen des stets dro­henden Regens muss die Hüpfburg für die Kinder luftlos bleiben, und auch die geplanten Vorführungen können nicht statt­finden. „Mit unserem schweren Gerät würden wir auf dem nassen Fest­platz nur Schaden anrichten“, erklärt Leib­brand. Aber zumin­dest gibt es ja am Nach­mittag Rund­fahrten für Kinder im Feu­er­wehr­auto und die Schau der Fahr­zeuge.

Das neu­este ist der Kom­man­do­wagen, der erst 2013 zum Fuhr­park dazukam. Der hat seinen Zweck schon bei den ersten Einsätzen erfüllt. „Wir müssen 17 Minuten nach Alarm an jedem Ort der Gemeinde mit der Mann­schaft los­legen“, so Leib­brand. Mit dem Kom­man­do­wagen könne die Führungs­kraft nun schon vor­aus­fahren, um alles zu erkunden und für den Ein­satz eine Stra­tegie zu ent­wi­ckeln. „Das spart uns zwei bis drei Minuten.“ Abge­sehen davon könne der kleine Wagen im Ver­gleich zu den großen Brum­mern auch mal auf der Bun­des­straße wenden und den Rest umleiten, falls, wie erst kürzlich pas­siert, die Orts­an­gaben nicht stimmen.

Leib­brand ist mit der Aus­stat­tung seiner Wehr fast wunschlos glücklich. „Irgend­etwas gibt es immer, aber wir sind sehr, sehr gut aus­ge­stattet und können des­wegen auch extrem viel allein machen.“

Nach­frage Vor dem Magazin steigt weißer Dampf in die Höhe. Es duftet nach Pommes und frit­tierten Hähnchen, Steak und Wurst sind eben­falls im Angebot. Und fri­scher Salat. Zum zweiten Mal haben sich die Frauen der Feu­er­wehr für dieses zusätzliche Angebot ins Zeug gelegt und fleißig geschnip­pelt. „Wir wollten was anbieten, was nicht frit­tiert ist, etwas Gesundes. Und heut­zu­tage wird viel mehr Salat gegessen als früher“, weiß Nadja Reske. Meis­tens gebe es auf Festen maximal Fer­tig­salat, aber nichts Fri­sches. Der Erfolg gibt den Frauen recht. Die nett deko­rierten Teller finden reißenden Absatz, nicht nur bei weib­li­chen Gästen.

Bild: Alt und Jung inter­es­sierten sich für die aus­ge­stellten Feu­er­wehr­fahr­zeuge und ließen sich gerne die Technik erklären. (Foto: Ste­fanie Pfäffle)