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Beim Sport gelten eigene Regeln

Bad Rappenauvon Gabriele Schneider, HSt

Die Feu­er­wehr Bad Rap­penau hat eine Sport­gruppe. Mit ihr soll unter anderem die Fit­ness der Ein­satzkräfte gestei­gert werden, um den Belas­tungen während der Einsätze besser gerecht zu werden.

Der Leiter der Sport­gruppe, Michael Mohr, ist Phy­sio­the­ra­peut an der Rosen­tritt-Klinik und selbst Feu­er­wehr­mann. Er hatte die Idee, sein Wissen auch der Feu­er­wehr zugu­te­kommen zu lassen. Ein wei­terer Grund war, dass Atem­schutzgeräteträger alle drei Jahre zur Gesund­heitsprüfung müssen. Bei man­chen, so Mohr, habe die Gefahr bestanden, dass sie die Anfor­de­rungen nicht mehr erfüllen würden.

Chan­cen­gleich­heit Seit zwei­ein­halb Jahren trifft sich die Sport­gruppe für Feu­er­wehr­leute aus allen Abtei­lungen einmal pro Woche zu Fit­nessübungen zu Wasser und zu Land. „Die Idee ist sofort gut ange­nommen worden“, erzählt Trainer Michael Mohr. Nor­ma­ler­weise kommen zwi­schen acht und zehn Frauen und Männer im Alter von der­zeit 18 bis 65 Jahren. „Wir waren aber auch schon zu dritt oder zu sech­zehnt“, sagt Mohr lachend, „man weiß das vorher nie genau“, schließlich arbeiten bei­spiels­weise einige Teil­nehmer im Schicht­dienst. Darum habe er nur einen ganz groben Plan, was am jewei­ligen Abend gemacht wird. Auf jeden Fall stehe Gym­nastik auf dem Pro­gramm, danach wird Hand­ball, Fußball oder Was­ser­ball gespielt. Mit „lustig abge­wan­delten Regeln“, damit alle die glei­chen Chancen haben, so Mohr.

Die Sportler trai­nieren unter anderem die Bauch- und Rücken­mus­ku­latur, machen Kon­di­ti­ons­trai­ning, Koor­di­na­tions-Übungen und vieles mehr, dar­unter Wunschübungen der Teil­nehmer. Auch Atem­gym­nastik macht Michael Mohr gele­gent­lich mit der Gruppe – etwas, das bei Einsätzen sehr hilf­reich sein kann. Im Wasser gibt es spe­zi­elle Gym­nastik.

Im Sommer unter­nimmt die Gruppe hin und wieder Rad­touren. Im ver­gan­genen Jahr trafen sich die Mit­glieder der Feu­er­wehr sogar am zweiten Weih­nachtstag, um zwei Stunden Fußball zu spielen. Im eigenen Sport­gruppen-Shirt nehmen einige am Vul­pi­us­lauf teil.

Unterstützung der Kur Olaf Werner, Chef der Kur- und Kli­nik­ver­wal­tung, erlaubte der Gruppe von Anfang an, die Schwimmbäder und Turn­hallen von Rosen­tritt- und Sali­nen­klinik kos­tenlos zu nutzen. Auch heute noch nutzt sie die Bäder, der Sport findet mitt­ler­weile in der Zim­mer­hofer Turn­halle statt. Sport­gruppen wie die in der Kur­stadt gebe es eher selten, berichtet Trainer Michael Mohr, „eher bei sehr großen Feu­er­wehren oder der Berufs­feu­er­wehr“.

„Ich komme, um mich sport­lich zu betätigen, nicht ein­zu­rosten“, sagt Michael Laule von der Ober­gim­perner Abtei­lung: „Ich finde, solche Gruppen sollten Schule machen.“ Jan Gruber von der Abtei­lung Grom­bach erklärt, er wolle „fit bleiben für Einsätze“.

Bild: Nor­ma­ler­weise trai­niert die Sport­gruppe der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau nicht im Feu­er­wehr­haus, son­dern in Sport­halle und Schwimmbad. (Foto: Schneider)