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Bauchweh wegen Feuerwehrbau

Beilsteinvon Redaktion HSt

Gemein­derat will die Kosten redu­zieren - Haus­halt 2007 ver­ab­schiedet

Beil­stein Das ein­hel­lige Votum aller Stadträte zur Etat­ver­ab­schie­gung 2007 trügt. Eine gereizte Stim­mung prägt den Abend in der Beil­steiner Rats­runde, obwohl keine Grund­satz­be­schlüsse anstehen.

Das zeigt sich auch bei der Dis­kus­sion über den geplanten Neubau des Feu­er­wehr­hauses auf der Harthöhe zwi­schen Beil­stein und Schmid­hausen. „Nie­mand will die Feu­er­wehr in ihren Auf­gaben beschneiden“, sagt Dr. Dietmar Rupp (FDP). Aber: Er will Sicher­heit, ob das bestehende Feu­er­wehr­haus nicht mehr zu retten ist. Sein Antrag: eine erneute Bestands­auf­nahme für 5000 Euro ver­geben.

Neubau Was Bürger­meister Günter Hen­zler davon hält, macht er klar: Nichts. Allein die Ände­rung des Feu­er­wehr­kon­zepts ziehe Pro­bleme nach sich: ein Feu­er­wehr­neubau in Bil­lens­bach, ein neues Fahr­zeug für die Schmid­hau­sener Wehr. „Dies wäre alles andere als sinn­voll.“ An der Bünde­lung beider Wehren unter einem Dach hält er fest.

Das „recht emo­tio­nale Thema“ begründet CDU-Rat Oliver Kämpf mit der jet­zigen Unzu­frie­den­heit mit der Pla­nung. Rupp legt noch­mals nach: „Wir wollen eine gute Lösung nicht ver­hin­dern. Aber die Stadträte haben Bauchweh.“

Zuschüsse Die Ent­wurfs­pla­nung sei bereits beschlossen, die Geneh­mi­gungs­pla­nung in Auf­trag gegeben, lehnt Bau­amts­leiter Horst Hägele einen Rückschritt ab. Der Stadt­chef kennt den wunden Punkt, das Unbe­hagen im Gre­mium wegen der hohen Kosten von ver­an­schlagten 2,1 Mil­lionen Euro. Hen­zler will den Räten mit einem Lan­des­zu­schuss (250 000 Euro) und Gel­dern aus dem Aus­gleichs­stock (geschätzte 450 000 Euro) den Bau versüßen.

Eine „Zukunftslösung mit zwei Wehren“ führt für FWV-Rat Bernd Gemm­rich auf einen Irrweg: Dieses Dop­pel­spiel können wir uns nicht leisten.“ Gemm­rich bedauert, dass eine überörtliche Lösung mit Obers­ten­feld nicht zustande kommt. Am Grund­satz­be­schluss dürfe nicht gerüttelt werden. Sein Rat: einen zweckmäßigen Bau erstellen.

„Wir müssen runter gehen von den Kosten“, for­dert Eber­hard Demuth (SPD). Eine Alter­na­tiv­pla­nung der Form des Gebäudes will Oliver Muth (FWV) errei­chen. Bei den Kosten sieht er noch „viel Luft drin“. Ange­sichts der Mehr­heits­mei­nung zieht die FDP ihren Antrag zurück. Der Feu­er­wehrbau steht nicht mehr auf der Kippe.

Aus­gaben Wie ein roter Faden ziehen sich emo­tio­nale Dis­kus­sionen durch die Etat­anträge, Nach zwei Stunden rechnet Kämmerer Werner Wal­den­berger zusammen, das Etat­vo­lumen steigt von 13,89 auf 14,28 Mil­lionen Euro. Allein die Ände­rungen nach dem Haus­halts­er­lass des Landes spülen zusätzlich 254 000 Euro in die Stadt­kasse. Im lau­fenden Betrieb erhöhen sich die Aus­gaben wegen der Dach­sa­nie­rung des Gym­na­siums um 100 000 Euro, im Inves­ti­ti­ons­teil um 132 000 Euro nach den Beschlüssen des Gre­miums.

Bild: Der Gemein­derat hält am Grund­satz­be­schluss fest: Die beiden Feu­er­wehr­ab­tei­lungen Beil­stein und Schmid­hausen sollen unter ein Dach.

Foto: Werner Kuhnle