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Acht Spender finanzieren Feuerwehrdrohne

Obersulmvon Gustav Döttling

Den Wunsch, mit einer spe­ziell ausgerüsteten Drohne die Brandbekämpfung zu unterstützen und die Suche nach ver­missten Per­sonen zu erleich­tern, hat die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Ober­sulm schon länger. Nun haben acht Spender, die von der Bürger­stif­tung Ober­sulm (BSO) um Unterstützung gebeten wurden, diesen Wunsch erfüllt. Am Gründon­nerstag überg­aben die ver­sam­melten Inves­toren in Ober­sulms Sicher­heit eine moderne Feu­er­wehr­drohne mit Wärme­bild­ka­mera samt der Zusatz­ausrüstung mit Schein­werfer, Laut­spre­cher und Blink­licht im Hof des Feu­er­wehr­hauses in Wills­bach offi­ziell an die Wehr und Bürger­meister Björn Stein­bach als Ver­treter der Gemeinde. Das Gerät ergänzt die Ausrüstung der Ober­sulmer Wehr und dient meh­reren Ein­satz­zwe­cken. Die Drohne kann die Feu­er­wehr bei der Suche nach Men­schen aus der Luft unterstützen. Die Wärme­bild­ka­mera ermöglicht es, Wälder auch bei Nacht schnell abzu­su­chen. Bei Brand­einsätzen hilft das Fluggerät dabei, die Lage besser einschätzen und gezielter reagieren zu können. „Bei Nachlöschar­beiten können wir Glut­nester schneller loka­li­sieren“, erläuterte der stell­ver­tre­tende Kom­man­dant Chris­tian Gruber. Die Feu­er­wehr will durch ihre die Drohne die Attrak­tivität der Wehr für junge Men­schen erhöhen und mehr Nach­wuchs gewinnen. „Der Bürger­stif­tung liegt es am Herzen, die Feu­er­wehr für die Jugend attraktiv zu machen, des­halb haben wir uns für die Anschaf­fung der Drohne im Rahmen unserer Möglich­keiten ein­ge­setzt“, führte der Stif­tungs­vor­sit­zende Her­bert Wolf aus. Die Drohne samt Ausrüstung kostet rund 5800 Euro. Die Spon­so­ren­suche war erfolg­reich: Der gesamte Betrag kam zusammen. Der Verein Wir-Ober­sulm und die Volks­bank Sulmtal spen­deten jeweils 1500 Euro, die Firma Drin­gen­berg steu­erte 1000 Euro bei. Wei­tere Spender waren die Weinund Sekt­kel­lerei Schloss Affalt­rach, die Firma Rainer Götz, die Metz­gerei Harald Hohl und die Firma Jürgen Hohl. Bürger­meister Björn Stein­bach dankte allen Spen­dern für ihre großzügige Unterstützung. Diese habe die Anschaf­fung des Geräts erst ermöglicht. Die finan­zi­ellen Mittel seien nicht im Gemein­de­haus­halt ein­ge­stellt, da eine Drohne bisher nicht zur Stan­dard­ausrüstung der Feu­er­wehr gehöre. “Umso mehr freue ich mich, dass unsere Wehr jetzt dank der pri­vaten Initia­tive über so ein modernes Ret­tungsgerät verfügt„, sagte Stein­bach. Bisher haben nur die Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn, sowie im Land­kreis die Feu­er­wehren in Neckar­sulm und Lein­garten diese Zusatz­ausrüstung. Bereits im November 2021wurde die Drohne an der Feu­er­wehr aus­ge­lie­fert. Sie konnte jedoch auf­grund der Pan­demie bisher nicht offi­ziell vor­ge­stellt werden. Inzwi­schen sind fünf Feu­er­wehr­mit­glieder als Droh­nen­pi­loten aus­ge­bildet, wei­tere sollen folgen. Ein­drucks­voll führte Sven Hohl den Spen­dern im Hof des Feu­er­wehr­hauses die Fähig­keiten des neuen Fluggeräts vor. “Für mich war klar, dass ich für dieses Objekt eine Spende mache„, sagte Harald Hohl. Er finde die Beschaf­fung der Drohne als Feu­er­wehr­mann und Spender toll. Als Jäger freue er sich, dass die Drohne bald ihre Fähig­keiten beim Aufspüren von Reh­kitzen in Wiesen, die gemäht werden sollen, beweisen könne, und diesen das Leben rette. Mit zwei Platten belegter Brötchen sorgte der Metz­ger­meister außerdem für das leib­liche Wohl der Präsen­ta­ti­ons­teil­nehmer.