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45 Meter lange Wand kontrovers debattiert

Talheimvon Kirsten Weimar, HSt

Wei­tere bau­liche Fein­heiten bei der opti­schen Gestal­tung des neuen Tal­heimer Feu­er­wehr­hauses wurden jetzt im Gemein­derat fest­ge­zurrt. Zum einen ging es um die Gestal­tung der Außenfas­sade. So wie die Natur­sand­stein­mauer auf der Tal­heimer Burg stellt sich der Stutt­garter Archi­tekt Maxi­mi­lian Otto die Optik vor. Und darum wünschte er sich, dass sich die Tal­heimer Gemeinderäte für die hel­lere Vari­ante des vor­ge­stellten Klin­ker­steins ent­scheiden. Zusätzlich solle noch mit einer hellen Fugen­farbe gear­beitet werden, so Ottos Anliegen.

Unter­schiede Die Tal­heimer Räte folgten seinem Rat nach ein­ge­hender Dis­kus­sion. Vor allem FWV-Gemein­derat Joa­chim Dürr hätte lieber die dunk­lere Klin­ker­farbe und dazu eine graue Ver­fu­gung gehabt. „Sonst sieht die Fas­sade wie ein ein­heit­li­cher Brei aus“, kri­ti­sierte er. Eva Volz von der SPD hielt dagegen: Der Klin­ker­stein sei doch sehr klein und bei einer dunklen Ver­fu­gung sähe die Fas­sade aus wie ein Netz. Auch Bürger­meister Rainer Gräßle schloss sich nach den vielen Infor­ma­tionen beim Vor-Ort-Termin auf der Bau­stelle, am Nach­mittag vor der Gemein­de­rat­sit­zung, „ gerne dem Urteil des Fach­mannes an“.

Land­schafts- und Gar­ten­bau­ar­chi­tekt Michael Epple stellte die Pla­nung der Außenan­lage vor, die ein­stimmig durch­ge­wunken wurde. Der Tal­heimer Archi­tekt will eine Anre­gung von CDU-Rat und Feu­er­wehr­mann Markus Schüchtle noch ein­ar­beiten. Dieser plädierte für einen Fahr­radständer am Rand des Hofes. „Die Jugend­li­chen kommen in der Regel mit dem Rad, und das sollte nicht an der Haus­wand ange­lehnt werden“, so der stell­ver­tre­tende Feu­er­wehr-Kom­man­dant.

Kon­tro­vers dis­ku­tiert wurde die Gestal­tung einer etwa 45 Meter langen begrünten Beton­mauer am Rande des Feu­er­wehr­hofes. Die Mauer hat direkt an der Ein­fahrt eine Höhe von 1,70 Meter und verjüngt sich ent­lang der Straße Rich­tung Orts­zen­trum auf einen Meter Höhe. „Wir brau­chen diese begrünte Wand­scheibe, um das Gefälle aus­zu­glei­chen“, erklärte Maxi­mi­lian Otto. Joa­chim Dürr hakte nach, ob hier nicht ein ein­fa­ches Rankgerüst oder ein Zaun aus­reiche. Erhard Schoch zeigte sich erschro­cken von Höhe und Länge. Er befürchtet Sicht­be­hin­de­rungen bei der Aus­fahrt.

Zuschlag Der Archi­tekt griff die Bedenken auf und schlug vor, die Mauer erst mit einem Abstand von fünf Metern zur Aus­fahrt anfangen zu lassen. Mit acht Ja- Stimmen wurde die mit wildem Wein „zu begrünende Wand­scheibe“ (Otto) akzep­tiert. Das pla­nende Sta­ti­kerbüro Peter Bau­statik GmbH bekam dafür eine Pau­schale von 1500 Euro zusätzlich geneh­migt. Außerdem gab der Rat für sta­ti­sche Berech­nungen am Übungs­turm wei­tere 1500 Euro frei.

Bild: Die geplante etwa 45 Meter lange Mauer ent­lang der Straße beim neuen Feu­er­wehr­haus wird kon­tro­vers dis­ku­tiert im Tal­heimer Gemein­derat. (Foto: Weimar)