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40 Jahre altes Einsatzfahrzeug wird ausrangiert

Talheimvon Kirsten Weimar, HSt

Das über 40 Jahre alte umge­baute Löschgrup­pen­fahr­zeug der Tal­heimer Feu­er­wehr muss in den nächsten zwei Jahren aus­ran­giert werden. Der Gemein­derat stimmte des­halb dem Ver­fahren zur Neu­an­schaf­fung eines Trans­portgerätewa­gens, Typ GWL 2, mit einer Gegen­stimme zu.

Laut Feu­er­wehr­be­darfs­plan war die Ersatz­be­schaf­fung bereits für 2012 vor­ge­sehen. Doch wegen des Feu­er­wehr­neu­baus wurde der Kauf so lange wie möglich hin­ausgezögert. „Das Getriebe macht nur dank der inten­siven Pflege durch unseren Feu­er­wehr­ka­me­raden Kai-Uwe Hoff­mann noch so lange mit. Neu­lich ging bei einem Ein­satz nur noch der Vorwärts­gang“, berich­tete Kom­man­dant Ger­hard Schmidt.

Förde­rung

Es ist ein auf­wen­diges Ver­fahren, bei dem zunächst Fachförder­anträge beim Land­ratsamt Heil­bronn gestellt werden müssen. Es wird mit Kosten von 275 000 Euro gerechnet. An Förde­rung werden 40 000 Euro erwartet. Das neue Fahr­zeug wird frühes­tens Ende 2015 zur Verfügung stehen. Im Haus­halts­plan 2014 muss eine Ver­pflich­tungsermächti­gung über die Gesamt­summe ein­ge­stellt werden, auch damit war der Gemein­derat ein­ver­standen.

Für Ver­wun­de­rung und Dis­kus­sionen sorgte in der Sit­zung die kri­ti­sche Äußerung von CDU-Gemein­derat Otto Kurz, der dagegen stimmte: „Es ist jetzt absolut der fal­sche Zeit­punkt, um über eine Neu­an­schaf­fung zu beraten. Das kommt in der Bevölke­rung ganz schlecht an.“ Kurz spielte dabei auf die Kos­ten­ent­wick­lung beim Neubau an.

Heri­bert Danner (CDU), langjähriger stell­ver­tre­tender Feu­er­wehr­kom­man­dant, hielt dagegen: „Die Feu­er­wehr hat sich sehr wohl ihre Gedanken gemacht. Wir schieben schon eine ganze Weile. Irgend­wann ist halt der Zeit­punkt erreicht, wo es nicht mehr geht.“ Auch Martin Happel (FWV) stimmte zu: „Wir leben von der unein­ge­schränkten Ein­satz­be­reit­schaft der Feu­er­wehr. Daher ist die Anschaf­fung drin­gend not­wendig.“

Besat­zung

Der neue Trans­portgerätewagen soll eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung erhalten für eine Besat­zung mit acht, statt fünf Mann. „Wir brau­chen im Fahr­zeug alleine vier Männer, die die Pumpe bei Was­ser­be­darf zur Scho­zach tragen können“, so Kom­man­dant Ger­hard Schmidt. Diese wiege zwi­schen 160 und 180 Kilo­gramm. Für die Löschwas­ser­ver­sor­gung müsse die Scho­zach ein­ge­plant werden.

Bild: Kom­man­dant Ger­hard Schmidt im Löschgrup­pen­fahr­zeug. (Foto: Weimar)