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21 Meter Girlanden für drei Autos

Ilsfeldvon Barbara Barth, HSt

Nicht ein, nicht zwei, gleich drei Fahr­zeuge übergab die Gemeinde Ils­feld ihrer Frei­wil­ligen Feu­er­wehr am Sonntag im Rahmen eines dreitägigen Feu­er­wehr­festes. Diese Übergabe war nicht nur für die Scho­z­ach­t­al­ge­meinde ein­zig­artig, auch im gesamten Land­kreis Heil­bronn gab es eine solche Häufung noch nie. „Das ist für mich ein Novum“, meinte Ver­bands­vor­sit­zender und Innen­mi­nister Rein­hold Gall aus Ober­sulm. Auch Kreis­brand­meister Uwe Vogel erlebte zum ersten Mal, dass ein Löschfahr­zeug (LF 20), ein Geräte- und ein Mann­schafts­wagen (GW-T und MTW) von einer Gemeinde gleich­zeitig in die Hände der Feu­er­wehr gegeben werden.

Hin und Her Sonne, Regen, Sonne, Regen – ent­spre­chend auf­re­gend war der Aufbau für die fei­er­liche Fahr­zeugübergabe. Mikro­fon­an­lage drinnen im Zelt, draußen bei den Autos? Nein, doch lieber drinnen. Feu­er­wehr­kom­man­dant Steffen Heber und seine Mannen hatten alle Hände voll zu tun, damit die Fei­er­stunde glatt über die Bühne gehen konnte. Ein Regen­schauer inmitten der Reden gab ihnen Recht.

Der Feu­er­wehr­be­darfs­plan habe vor Jahren den Bedarf an tech­ni­schem Gerät for­mu­liert, erin­nerte Bürger­meister Rainer Knödler. Zumal die Ils­felder Wehr Auf­gaben an der Auto­bahn und verstärkt in den wach­senden Indus­trie­ge­bieten wahr­zu­nehmen habe. „Allein das Geld war auf­zu­treiben“, so Knödler. Die Anschaf­fung sei „ein Kraftakt gewesen“, der eine klei­nere Gemeinde an die finan­zi­elle Grenze bringe. „Der heu­tige Tag wäre undenkbar ohne die Unterstützung des Landes Baden-Württem­berg.“

Und ohne den unermüdli­chen Ein­satz der Feu­er­wehr­leute, die jede Aus­schrei­bung, jede Abnahme, ja jede ein­zelne Schraube dis­ku­tiert hätten. Zu guter Letzt musste Werner Schuch­mann noch 14 Meter Gir­landen binden, um die drei neuen Fahr­zeuge zu schmücken, die einen Gesamt­wert von rund 600 000 Euro dar­stellen.

Gesamt­kom­man­dant Steffen Heber stellte die Neu­linge im Ein­zelnen vor und beant­wor­tete damit gleich­zeitig die Frage: Warum und wozu so viel Geld? „Sie geben der Bevölke­rung 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr Sicher­heit.“ Nicht die Feu­er­wehr habe die neuen Fahr­zeuge bekommen, son­dern die Ils­felder Bürge­rinnen und Bürger, die jeder­zeit aus einem bren­nenden Haus oder einem ver­unglückten Pkw gerettet werden können. Minister Rein­hold Gall erin­nerte daran, dass zwei der drei neuen Autos Ersatz­be­schaf­fungen seien. Die jahr­zehn­te­alten Fahr­zeuge seien „von der Zeit ein­fach über­holt“ worden. Ils­feld komme seiner Pflicht­auf­gabe „in vor­bild­li­cher Weise“ nach. „Und die Feu­er­wehr­leute nehmen ihre Auf­gaben mit ent­spre­chender Aus­bil­dung und Wei­ter­qua­li­fi­zie­rung ernst.“

Kurze Zeit Diese Aus­sage unter­strich auch Kreis­brand­meister Uwe Vogel: „Die Männer haben sich in kurzer Zeit in die neue Technik ein­ge­ar­beitet.“ Der Tag sei ein guter – für Ils­feld, für die Region und für den Land­kreis. Das Ereignis mache ihn stolz, vor allem aber gebe es der Bevölke­rung vor Ort ein Stück mehr Sicher­heit.

Mit einer ökume­ni­schen Andacht durch den evan­ge­li­schen Pfarrer Arthur Stäbler und den katho­li­schen Diakon Joa­chim Meißner sowie einer Seg­nung der neuen Fahr­zeuge endete die Fahr­zeugübergabe. Nicht ohne die schmis­sigen Klänge des Spiel­manns­zuges, der eine Beson­der­heit in Ils­feld ist. Nur die Feu­er­wehr in Bad Fried­richs­hall leistet sich im Land­kreis Heil­bronn noch einen sol­chen Klangkörper.

Bild: Feu­er­wehr, Bürger­meister, Her­steller und Innen­mi­nister Rein­hold Gall (heller Anzug) feiern die Übergabe von drei neuen Fahr­zeugen. (Foto: Bar­bara Barth)