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1000 anstrengende Einsatzstunden

Möckmühlvon Herbert Darilek, HSt

205 Männer, Frauen und Jugend­liche enga­gieren sich in den fünf Abtei­lungen der Möckmühler Feu­er­wehr. Bei ins­ge­samt 75 Einsätzen waren mehr als 1000 Ein­satz­stunden zu leisten.

Zu 18 Bränden, 32 tech­ni­schen Hil­fe­leis­tungen, davon neun Pkw-Unfälle, vier Per­sonen- und zwei Tier­ret­tungen sowie 25 wei­teren Einsätzen wurden die Wehren alar­miert. Einsätze, die hohe phy­si­sche und psy­chi­sche Anfor­de­rungen an alle Betei­ligten stellten. Drei Per­sonen konnten bei den Einsätzen nur noch tot geborgen werden ?Ich war das erste Mal bei einem Ein­satz dabei, bei dem ein Mensch ver­starb?, so Rudolf Essig der Züttlinger Abtei­lungs­kom­man­dant.

Mit 57 Einsätzen hatte die Abtei­lung Möckmühl die meisten Einsätze zu bewältigen, Züttlingen wurde 16 Mal alar­miert.

Der Ein­satz­be­reich bei Bränden und tech­ni­schen Hil­fe­lei­tungen für die Abtei­lung Möckmühl erstreckt sich dabei auch auf die Gemeinden Jagst­hausen, Lam­polds­hausen, Neu­denau, Roig­heim und Wid­dern sowie auf die Auto­bahn A 81. Hierbei han­delt es sich in erster Linie um Einsätze in tech­ni­scher Hilfe sowie Brände bei denen die Dreh­leiter wert­volle Unterstützung leistet.

Dass auch die klei­neren Abtei­lungen in den Teil­orten gebraucht werden, zeigte sich bei einem Woh­nungs­brand im ver­gan­genen Jahr in Bit­tel­bronn. Durch das schnelle Ein­greifen der Abtei­lung Bit­tel­bronn konnte das Feuer mit Unterstützung der Möckmühler Wehr schnell unter Kon­trolle gebracht und der Schaden gering gehalten werden. 13 Feu­er­wehrmänner und eine Feu­er­wehr­frau aus Bit­tel­bronn waren im Ein­satz, davon zwei Mann unter Atem­schutz zur Brandbekämpfung im Gebäude.

Die Abtei­lung Korb wurde einmal alar­miert. Ruchsen blieb von Einsätzen ver­schont, so die Abtei­lungs­kom­man­danten Wil­fried Willig und Peter Messer.

Um sich auf die Einsätze wir­kungs­voll vor­zu­be­reiten wurden 2000 Übungs­stunden erbracht. Für eine erfolg­reiche Arbeit ist aller­dings auch die not­wen­dige Ausrüstung erfor­der­lich. So wurden von der Stadt Möckmühl alleine für Fahr­zeug­be­schaf­fungen in Möckmühl und Züttlingen 313 000 Euro inves­tiert. Wei­tere 24 000 Euro wurden für die tech­ni­sche und persönliche Ausrüstung auf­ge­bracht.

Mit der Inbe­trieb­nahme des Löschfahr­zeuges LF 10/6 ging dabei für die Züttlinger Abtei­lung, so Rudolf Essig, ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Gleich­wohl bringt diese Neu­an­schaf­fung auch neue Pflichten, mehr Übungen und andere Verände­rungen mit sich. Dieser Her­aus­for­de­rungen ist sich die Züttlinger Wehr bewusst und wird sich diesen auch bereit­willig und pflicht­be­wusst stellen.

In Möckmühl wurde mit der Anschaf­fung eines Ein­satz­leit­wa­gens der Fahr­zeug­be­stand gemäß dem mit dem Land­ratsamt abge­stimmten Feu­er­wehr­kon­zept ergänzt. ?Den­noch musste das Fahr­zeug ohne Zuschuss beschafft werden?, so Bürger­meister Ulrich Stammer.

Aus den Jugend­gruppen wurden sechs Jugend­liche in die aktiven Abtei­lungen Möckmühl, Ruchsen und Züttlingen über­nommen. Die gute Jugend­ar­beit sichert die per­so­nelle Fort­ent­wick­lung der Möckmühler Feu­er­wehr.

Dass die Feu­er­wehr neben ihren eigent­li­chen Auf­gaben auch einen wich­tigen Bei­trag für das kom­mu­nale Leben leistet, wurde aus den Berichten eben­falls deut­lich. Zahl­reiche Ver­an­stal­tungen wurden durch Sicher­heits­wa­chen unterstützt: Stadt­lauf, Tour de Ländle, der Stimme Cup oder die Ver­an­stal­tungen der Jagsttalbühne wären ohne den Ein­satz der frei­wil­ligen Feu­er­wehr­helfer nicht möglich. Auch die Betei­li­gung am Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm der Stadt mit der Was­ser­rut­sche ist selbst­verständlich.

Bild:
Feuer sind eher die Aus­nahme: Schon lange über­wiegt bei der Arbeit der Feu­er­wehren tech­ni­sche Hilfe bei den Unfällen. (Foto: Feu­er­wehr)