QR-Code zur Seite

1. Gesamtübung der Feuerwehr Abstatt nach der Corona-Pandemie.

Abstattvon Daniel Ehmer, Feuerwehr Abstatt

Gesamtübung am 03.06.2022

Nachdem die Corona-Rege­lungen auch den Übungs­be­trieb in der Feu­er­wehr massiv beein­flusst haben und wir in den letzten zwei Jahren fast aus­schließlich in fest ein­ge­teilten Gruppen üben konnten, war es am 03.06. end­lich soweit. Wir konnten wieder eine Gesamtübung durchführen! Trotz Urlaubs­zeit haben sich viele Kame­raden und Kame­ra­dinnen zur Übung ein­ge­funden. Nach Ein­tei­lung der Mann­schaft auf die Fahr­zeuge erhielten wir erste Infor­ma­tionen zu unserer Übung. Die Gesamtübungen werden immer von 2 Führungskräften geplant. Der Rest der Mann­schaft weiß im Vor­feld nichts über das geplante Übung­sze­nario. Dadurch hat die Mann­schaft den größt mögli­chen Übungs­ef­fekt, da sich nie­mand im Vor­feld Gedanken zum Ablauf machen kann.

Als Alarm­stich­wort wurde uns aus­lau­fendes Spritz­mittel aus einer Wein­berg­spritze im Wein­berg gemeldet. Dort ereig­nete sich ein Unfall, bei wel­cher die Spritze beschädigt wurde und Spritz­mittel aus­tritt.

Der Ein­satz­leiter begab sich somit mit dem Ein­satz­leit­wagen (ELW) zur Ein­satz­stelle. Als zweites Fahr­zeug folgte ihm der Gerätewagen (GW-T). Der GW-T hat neben einem fest ver­las­teten Geräteteil auch eine Ladefläche, auf der die ver­schie­densten Rollwägen platz finden. Für dieses Alarm­stich­wort wurde direkt ein Roll­wagen mit Rohr­dicht­kissen auf den GW-T ver­laden. Schließlich folgte noch unser Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug (HLF) zur Unterstützung beim Abar­beiten des Ein­satz­ge­sche­hens. Während der Anfahrt erhielt der Ein­satz­leiter bereits eine aktua­li­sierte Lage­mel­dung über den Übungs­leiter. Dem­nach kommt es im Wein­berg zu einer starken Rauch­ent­wick­lung und der in Not befind­liche Land­wirt ist tele­fo­nisch nun auch nicht mehr zu errei­chen. Auf die neue Situa­tion reagiert der Ein­satz­leiter noch während der Anfahrt, in dem er das Tanklöschfahr­zeug (TLF) eben­falls zur Ein­satz­stelle befohl.

An der Ein­satz­stelle ange­kommen führte der Ein­satz­leiter eine aus­gie­bige Erkun­dung durch. Ihm zeigte sich die Lage des aus­lau­fenden Spritz­mittel, wel­ches in einen Kanal läuft, sowie ein in Brand gera­tenes Wein­berghäuschen direkt daneben. Auf­grund dieser Lage teilte der Ein­satz­leiter die Ein­satz­stelle in zwei Bereiche ein. Der GW-T über­nahm hierbei die Auf­gabe den Kanal mit den Rohr­dicht­kissen ab zu dichten, um zu ver­hin­dern, dass dieses sich weiter aus­breitet. Gleich­zeitig wurde mit einer Umfüllpumpe das beschädigte Sprit­zen­fass abge­pumpt und ver­hin­dert, dass wei­teres Spritz­mittel aus­tritt.

Das HLF bekam den Auf­trag der Brandbekämpfung incl. Men­schen­ret­tung in der Wein­berghütte. Unterstützt wurde es hierbei mit Per­sonal vom TLF. Das TLF löschte zusätzlich noch den Bereich um die Wein­berghütte ab. Da es im Wein­berg keine Was­ser­lei­tung gibt und wir somit keine Löschwas­ser­ver­sor­gung vor Ort haben, hat der Ein­satz­leiter noch wei­tere was­serführende Fahr­zeuge fiktiv an die Ein­satz­stelle geor­dert, damit immer genug Wasser zur Verfügung steht. Fiktiv wurden außerdem noch wei­tere Maßnahmen zum Abar­beiten des Ein­satz ein­ge­plant (z.B.: Untere Was­serbehörde, Polizei). Real war jedoch das DRK vor Ort. So konnten wir unsere geret­teten Per­sonen zur medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung direkt an das DRK überg­eben. Auch hier sind wir froh, dass wir nun wieder gemeinsam üben können und unsere gute Zusam­men­ar­beit zwi­schen DRK und Feu­er­wehr weiter aus­bauen konnten! Nach erfolg­rei­cher Abar­bei­tung der Übung gab es noch eine Nach­be­spre­chung vor Ort. Als auch alle Fahr­zeuge wieder ein­satz­be­reit waren gingen wir alle zusammen in den gemütli­chen Teil über und ließen den Abend mit einer Grill­wurst gemeinsam aus­klingen. Auch dieser so wich­tige kame­rad­schaft­liche Teil kam in den letzten Jahren viel zu kurz.

An dieser Stelle noch­mals ein großes Dan­keschön an Matze und Jürgen für die Übungs­pla­nung incl. Bereit­stel­lung der Übungs­ob­jekte!

Ein Danke auch noch an die vielen Kame­raden, die trotz Urlaubs­zeit und dem langen Pfingst­wo­chen­ende zur Übung gekommen sind und an das DRK Abstatt für die Teil­nahme an der Übung.