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Von Oberleitung erfasst

Einsatz der Feuerwehren Bad Friedrichshall und HeilbronnPerson droht zu springen am von Marcel Vogt, Feuerwehr Bad Friedrichshall

Mit dem Ein­satz­stich­wort Person droht zu springen, wurde die Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall am gest­rigen Abend zur B27 Schlauchbrücke in den Stadt­teil Jagst­feld alar­miert. Eine Person drohte von der Brücke auf die Gleise der Deut­schen Bahn zu springen. Beim Ein­treffen des Kom­man­danten und seines Stell­ver­tre­ters mit dem Kom­man­do­wagen, ca. 1 Minute nach der Alar­mie­rung bot sich für die Ein­satzkräfte fol­gendes Sze­nario. Die Besat­zung einer Poli­zei­streife war bereits vor Ort und ver­suchte beru­hi­gend auf die sui­zidgefährdete Person ein­zu­wirken.

Die Person saß auf einem ca. 1 Meter breiten Vor­dach, wel­ches am Brücken­pfeiler befes­tigt ist und vor den Ober­lei­tungen der Bahn­li­nien schützen soll. Plötzlich und völlig uner­wartet kam die Person mit dem Fuß offen­sicht­lich in den Span­nungs­trichter einer Ober­lei­tung. Ohne viel zu Über­legen stieg ein Feu­er­wehr­mann und ein Poli­zist über das Geländer um die schwer­ver­letze und durch den Strom­schlage bren­nende Person zu retten und zu ver­sorgen. Mit einer Löschdecke aus dem Kom­man­do­wagen konnte die Person rasch gelöscht werden. Bis zum Ein­treffen des Not­arzt und des Ret­tungs­dienstes erfolgte eine medi­zi­ni­sche Erst­ver­sor­gung durch die Feu­er­wehr. Das ganze Vor­gehen, gestal­tete sich auf­grund des Eigen­ri­sikos recht schwierig. Par­allel wurde über die ILS die Sper­rung des Zug­ver­kehrs sowie die Abschal­tung der Ober­lei­tungen durch die Not­fall­leit­stelle der Deut­schen Bahn ver­an­lasst. Für die Erdung des Ober­lei­tungen wurde der Not­fall­ma­nager der DB sowie der Abrollbehälter Bahn der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn ange­for­dert. Nachdem die ver­letzte Person ret­tungs­dienst­lich ver­sorgt und sta­bi­li­siert war, wurde sie mit­tels einem Ret­tungs­brett aus dem Gefah­ren­be­reich gerettet und dem Ret­tungs­dienst zum Trans­port in die Klink überg­eben. Bis zum Ein­treffen des Not­fall­ma­na­gers war der Zug­ver­kehr aus dem Haupt­bahnhof Bad Fried­richs­hall für rund 1 Stunde voll gesperrt.