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Unfall, Suizid oder nichts?

Einsatz der Feuerwehren Bad Friedrichshall und HeilbronnWasserrettung oder Eisunfall am von PD Heilbronn

Poli­zei­be­richt vom 7.2.:

Bad Fried­richs­hall: Kein Sprung in den Sali­nen­kanal

Nachdem die Nach­richt, dass eine Person in den Sali­nen­kanal in Bad Fried­richs­hall gesprungen sei, Ende letzter Woche für einige Auf­re­gung gesorgt hatte, scheint sich die Sache nun geklärt zu haben. Nach einem Zeu­gen­aufruf in der örtli­chen Presse mel­deten sich zwei unabhängige Per­sonen bei der Polizei. Beide gaben an, dass ein Mann über das Geländer zurück auf die Straße gestiegen sei und sich zu Fuß ent­fernt habe. Der­zeit ist somit nicht davon aus­zu­gehen, dass eine Person in das Wasser fiel oder sprang. Um wen es sich bei dem Mann gehan­delt haben könnte, wel­cher zuvor über das Geländer gestiegen war, ist nicht bekannt.

Poli­zei­be­richt vom 4.2.:

Vor einem Rätsel steht seit dem Morgen des heu­tigen Frei­tags die Unterländer Polizei, nachdem gemeldet wurde, dass even­tuell eine Person in den Sali­nen­kanal bei Bad Fried­richs­hall-Kochen­dorf gesprungen oder gefallen sei. Eine Auto­fah­rerin fuhr gegen 8.20 Uhr im Bereich des Kochen­dorfer Fried­richs­platzes und sah, wie ein etwa 50 Jahre alter Mann über das Geländer stieg. Nur eine kurze Zeit später war er ver­schwunden, wes­halb nicht aus­ge­schlossen werden kann, dass der Unbe­kannte ins Wasser gesprungen oder gefallen ist. Die alar­mierten Kräfte der Polizei und der Feu­er­wehr suchten des­halb den Sali­nen­kanal, das ist ein künst­li­cher Sei­tenarm des Kochers, nach der Person ab. Es konnte aber ledig­lich eine Jacke etwa 100 Meter unter­halb der Stelle, an der er gesehen wurde, gefunden werden. Diese ähnelte der von dem Mann getra­genen Jacke. Inzwi­schen hat sich eine zweite Zeugin bei der Polizei gemeldet, die den Mann eben­falls über das Geländer der Brücke der Kocher­wald­straße über den Kanal klet­tern sah. Bis gegen zwölf Uhr suchten etwa 15 Beamte des Poli­zei­re­viers Neckar­sulm, des Poli­zei­pos­tens Bad Fried­richs­hall, der Was­ser­schutz- und Kri­mi­nal­po­lizei ent­lang des Kanals nach dem Mann. Außerdem wurden Streifen der Poli­zei­hundeführer und Poli­zei­hub­schrauber ein­ge­setzt. Unterstützt wurden die Poli­zisten dabei von 20 Ein­satzkräften der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall, die mit sechs Fahr­zeugen und einem Schlauch­boot vor Ort waren. Die Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn rückte mit zwölf Mann, drei Fahr­zeugen und einem Ein­satz­boot an. Zusätzlich wurden meh­rere Orts­gruppen der DLRG alar­miert, die zwölf Ein­satzkräfte in vier Fahr­zeugen und mit einem Boot ent­sandten. Die Ret­tungs­leit­stelle schickte vor­sorg­lich einen Ret­tungs­wagen und einen Not­arzt­wagen an den Sali­nen­kanal. Dank der zahl­rei­chen Ein­satzkräfte konnte der Abschnitt des Kanals, in der das Auf­finden einer even­tuell bewusst­losen Person möglich gewesen wäre, relativ schnell abge­sucht werden.

Da davon aus­ge­gangen werden muss, dass nach drei Stunden im eis­kalten Wasser nie­mand eine Über­le­bens­chance hat und die Suche von der Brücke bis zum nächsten Kraft­werk­re­chen keinen Erfolg brachte, wurde die Suche abge­bro­chen. Um Gewiss­heit zu bekommen, was geschehen ist, hat die Kri­mi­nal­po­lizei Heil­bronn fol­gende Fragen:

  • Wer hat den Mann außer den bereits bekannten Zeu­ginnen auch über das Geländer klet­tern sehen?
  • Hat jemand in der Zeit zwi­schen 8.20 Uhr und 09.00 Uhr im Bereich des Sali­nen­ka­nals bei Kocher­dorf einen nassen Mann gesehen?
  • Wird irgendwo ein Mann im Alter zwi­schen 45 und 55 Jahren seit dem Frei­tag­morgen ver­misst?
  • Kann jemand sons­tige Hin­weise auf die Gescheh­nisse am Frei­tag­morgen geben?

Der Mann wurde beschrieben als kräftige Gestalt mit dunklen, kurzen Haaren. Seine Größe wurde geschätzt auf etwa 1,75 Meter. Als er über das Geländer klet­terte trug er eine dunkle Jacke, even­tuell han­delte es sich um eine Pilo­ten­jacke. Auch seine Hose war dunkel. Auf­ge­fallen ist, dass er einen Ruck­sack mitführte und Bau­ar­bei­ter­schuhe trug.

Zeugen werden gebeten, sich mit der Kri­mi­nal­po­lizei Heil­bronn, 07131/104-4444, in Ver­bin­dung zu setzen.

Bilder: Ralf Seidel, HSt