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Heizöl läuft aus: Feuerwehr baut fünf Ölsperren

Einsatz der Feuerwehr LöwensteinGewässerverunreinigung am

Heizöl-Alarm an Kar­freitag in Löwen­stein-Hößlinsülz: Ein Anwohner hatte bemerkt, dass auf dem Zulauf zum Musel­bach ein Ölfilm schwimmt. Feu­er­wehr, Polizei und Untere Was­serbehörde rückten an.

Fünf Ölsperren baute die Löwen­steiner Feu­er­wehr nach Angaben von Kom­man­dant Michael West­hauser auf. Über Bin­de­mittel nahm die Wehr Öl auf, kon­trol­lierte in regelmäßigen Abständen über Ostern das Gewässer. „Der Schaden ist schwer bezif­ferbar. Wie viel Öl vorher in den Vor­fluter gelaufen ist, können wir nicht sagen.“

Die Her­kunft des Öls ist noch unklar. Nach bis­he­rigen Ermitt­lungen der Polizei hatte ein Anwohner den Schieber eines Grund­ab­lasses geöffnet, der mit Fisch­tei­chen ver­bunden ist.

Als er merkte, dass mit dem Wasser auch Öl kommt, sperrte er dem­nach den Schieber sofort wieder ab. „Nor­ma­ler­weise dürfte da kein Öl mit­kommen“, sagte Poli­zei­spre­cher Joa­chim Ebel ges­tern.

Laut Karl-Heinz Kolaska, Zweiter Vor­sit­zender im Fische­rei­verein Brei­ten­auer See, hat der Ölaus­tritt deut­liche Folgen. Der Verein hat den Musel­bach gepachtet.

Mit­glieder haben Rote-Liste-Klein­fi­sche wie Moder­lies­chen, Elritzen und Mühlkappen aus­ge­setzt, ebenso Stein­krebse. Die fanden sie bei einem Kon­troll­gang nun nicht mehr. Und auch bereits abge­legte Eier gehen nach Kolaskas Einschätzung jetzt kaputt.

(cf - red -atimme.de)
22.04.2003