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Dachstockbrand in Bad Wimpfener Altstadt

Einsatz der Feuerwehren Bad Wimpfen und Bad RappenauDachstockbrand am von R. Korb, Feuerwehr Bad Wimpfen; PD Heilbronn

Zu einem offenen Dach­stuhl­brand kam es am Montag den 3. Oktober gegen 10.00 Uhr im Bad Wimp­fener Burg­viertel. Der schon nach 3 Minuten ein­tref­fende Ein­satz­leiter Kom­man­dant Martin Ram­s­perger und sein Stell­ver­treter Mathias Elsasser ent­schieden sich schon auf der Anfahrt, zusätzlich zu den Bad Wimp­fener Kräften einen Löschzug aus Bad Rap­penau mit­zu­al­ar­mieren.

Beim Ein­treffen des HLF 20/16 und der Dreh­leiter DLK 23/12 war die Dach­haut bereits an ver­schie­denen Stellen durch­ge­brannt.

Nachdem bekannt war, dass sich noch eine Person im Gebäude befindet, wurde sofort ein inten­siver Innen­an­griff mit 2 Trupps unter Atem­schutz ein­ge­setzt.

Bis sich die Trupps jedoch über das lich­terloh bren­nende Trep­pen­haus in das Dach­ge­schoss vorgekämpft hatten, kam für den 77 jährigen Bewohner leider jeg­liche Hilfe zu spät.

Über die Dreh­lei­tern von Bad Wimpfen und Bad Rap­penau und den ein­ge­setzten Trupps im Innen­an­griff wurden anschließend gezielte Lösch­an­griffe durchgeführt und alle Rohre zur Abschir­mung von außen zurück genommen.

Nach etwa 20 Minuten war der Brand unter Kon­trolle und es wurden ledig­lich Nachlöschar­beiten durchgeführt.

Durch die ein­ge­setzten Rohre, die in der Anfangs­phase sehr leis­tungs­stark vor­ge­tragen wurden, ließ sich natürlich ein größerer Was­ser­schaden in den unteren Stock­werken nicht ver­meiden.

Die vor­sorg­lich vom Löwen­brunnen, über den Markt­platz­brunnen auf­ge­baute Was­ser­ver­sor­gung brauchte nicht mehr ein­ge­setzt werden.

Von der Feu­er­wehr Bad Wimpfen waren ins­ge­samt 7 Fahr­zeuge mit über 40 Feu­er­wehr­frauen und Männern, von der Feu­er­wehr Bad Rap­penau 5 Fahr­zeuge mit 29 Feu­er­wehr­angehörigen im Ein­satz.

Es waren 4 C Rohre 2 Wen­de­rohre und 1 B Rohr ein­ge­setzt.

Der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister Her­mann Jochim aus Neckar­sulm machte sich eben­falls ein Bild vor Ort.

Die Bewoh­nerin und die Nach­barn wurden von meh­reren Not­fall­seel­sor­gern betreut, das DRK war mit 5 Fahr­zeugen Not­arzt und Ret­tungs­sanitätern vor Ort.

Die Polizei war mit 3 Fahr­zeugen und Beam­tinnen und Beamten an der Ein­satz­stelle.

Poli­zei­be­richt:

Nur noch tot konnte die Feu­er­wehr am Mon­tag­vor­mittag einen 77-Jährigen nach einem Brand in Bad Wimpfen bergen. Das Feuer in dem im Burg­viertel der Bad Wimp­fener Alt­stadt ste­henden Haus wurde um 10 Uhr von meh­reren Anru­fern gemeldet. Die am Brandort ein­tref­fenden Ein­satzkräfte mel­deten dann, dass der gesamte Dach­stuhl in Brand stehen würde. Zunächst wurde davon aus­ge­gangen, dass sich keine Per­sonen mehr im Haus befinden. Kurze Zeit später jedoch wurde klar, dass doch noch jemand im Gebäude sein könnte. Kurz vor 10.30 Uhr stand fest, dass ein Mann in den Flammen umkam. Es han­delt sich um den 77-Jährigen Bewohner, der tot im Dach­stuhl gefunden wurde. Seine 75 Jahre alte Frau und ein Unter­mieter hatten sich aus dem inzwi­schen unbe­wohn­baren Haus selbst retten können. Während der Unter­mieter unver­letzt blieb, erlitt die 75-Jährige einen Schock. Die Seniorin wurde vor Ort vom Not­arzt ambu­lant ver­sorgt und anschließend von Not­fall­nach­sor­gern des DRK und einem Not­fall­seel­sorger betreut, bevor sie von Fami­li­en­angehörigen abge­holt wurde. Der Unter­mieter wurde vom Ret­tungs­dienst in ein Pfle­ge­heim in Heil­bronn gebracht.

Die Unfall­ur­sache ist der­zeit noch nicht klar. Die Kri­mi­nal­po­lizei Heil­bronn hat die Ermitt­lungen über­nommen. Auf eine vorsätzliche Brand­stif­tung gibt es keine Hin­weise. Der Sach­schaden an dem Haus wird auf über 100.000 Euro geschätzt.

Im Ein­satz waren neben der Polizei der Ret­tungs­dienst mit fünf Fahr­zeugen und neun Kräften. Außerdem waren zwei Notärzte und meh­rere Not­fall­nach­sorger sowie ein Not­fall­seel­sorger am Brandort.

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Bad Wimpfen war mit sieben Fahr­zeugen und 38 Ein­satzkräften vor Ort. Zur Unterstützung kamen fünf Fahr­zeuge mit 29 Ein­satzkräften von der Bad Rap­pen­auer Feu­er­wehr. Vor Ort machte sich der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister Her­mann Jochim ein Bild von der Lage.