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Alarm für die Bergungsgruppe mit Abstützsystem Holz

Einsatz der Feuerwehr WiddernBauunfall oder Einsturzgefahr am von Claudia Zenth, THW Widdern

Rund 35 Hel­fe­rinnen und Helfer aus vier THW-Orts­verbänden des Regio­nal­stel­len­be­rei­ches Heil­bronn haben die Nacht vom 28. April auf den 29. April durch­ge­macht. Was um 18:45 Uhr mit einem Alarm für den Fach­be­rater (FB) los­ging, wurde knapp eine drei­viertel Stunde später zu einem Voll­alarm für alle Hel­fe­rinnen und Helfer unseres Orts­ver­bandes (OV).

Was war pas­siert? Am späten Nach­mittag ging in Unterk­essach, einem Teilort von Wid­dern, ein Stark­regen mit 60 Liter pro Qua­drat­meter nieder. Auch wenn der Stark­regen nur ca. 20 Minuten gedauert hat, hatte er Folgen für eine Scheune im Orts­kern. Da diese durch den Regen durchspült wurde, war die Scheune ein­sturzgefährdet. Um Schaden von den Ein­woh­ne­rinnen und Ein­woh­nern von Unterk­essach durch den mögli­chen Ein­sturz des Gebäudes abzu­wenden, wurde das THW durch die Feu­er­wehr zur Abstützung der Scheune alar­miert.

Beim Abstützen von Gebäuden kommt das Abstützsystem Holz - kurz ASH - zum Ein­satz. Mit dem ASH können insta­bile Wände und Decken abgestützt und so das Einstürzen eines Gebäudes ver­hin­dert werden.

Die Außenwand der Scheune wurde mit soge­nannten Stützböcken sta­bi­li­siert. Ein Stützbock besteht aus Boh­len­treibladen, das sind Balken, die auf dem Boden liegen. Je nach örtli­cher Gege­ben­heit muss müssen diese Balken unter­baut werden, damit sie „im Wasser stehen“, also genau waag­recht. Darauf werden senk­recht im rechten Winkel ste­hende Streich­balken befes­tigt. Dia­go­nale Strebstützen sta­bi­li­sieren die Holz­kon­struk­tionen. Die not­wen­digen Balken werden an Ort und Stelle indi­vi­duell ange­passt und zugesägt.

Im Ein­satz war nicht nur der OV Wid­dern. Unterstützt wurden wir von Ein­satzkräften der OVs Weins­berg, Pfedel­bach und Adels­heim sowie der FFW Wid­dern, Abt. Unterk­essach. Bei dieser Ein­satz­stelle hat unser FB außerdem Hand in Hand mit dem FB Feu­er­wehr vom Land­kreis Heil­bronn zusam­men­ge­ar­beitet. Die Bau­fach­be­rater beider Orga­ni­sa­tionen werden durch die Lei­stelle (ILS) zeit­gleich alar­miert.

Ins­ge­samt waren neun Fahr­zeuge vor Ort inklu­sive des Tele­skop­la­ders des OV Wid­dern des LKW Lade­krans 78mt des OV Pfedel­bach. Aus­ge­leuchtet wurde die Ein­satz­stelle durch die Licht­mastanhänger (Lima-Anh) der OVs Wid­dern und Weins­berg. Der OV Adels­heim führte wei­teres Mate­rial mit­tels Wech­selbrücke an die Ein­satz­stelle nach.

Ein­satz­ende war um 5:45 Uhr.

Vielen Dank für die sehr gute Zusam­men­ar­beit aller betei­ligten Orga­ni­sa­tionen und die Ver­pfle­gung durch die Feu­er­wehr Unterk­essach.