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Zwei halbe Abschiede in Grombach und Heinsheim

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

Gleich in zwei Abtei­lungen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr haben die Wahlen zur Abtei­lungs­lei­tung einen Gene­ra­tio­nen­wechsel gebracht. In Grom­bach gibt Lothar Fleck die Glocke, die alle Sit­zungen ein­leitet, an Bernd Gleichauf weiter; in Heins­heim über­nehmen Max Elser und Felix Nägelein die Ämter von Mat­thias Kampp und Jürgen Lietzow. Fleck und Kampp bleiben der Feu­er­wehr aber wei­terhin erhalten.

„Ich könnte mir gut vor­stellen, wenn in Grom­bach das neue Feu­er­wehr­haus steht, den Funk zu bedienen“, sagt Lothar Fleck, „auch habe ich meinen Lkw-Führer­schein nochmal um fünf Jahre verlängert, denn ich fühle mich noch nicht so alt, um aufs Alten­teil zu gehen.“

Mat­thias Kampp, der seinen Wohn­sitz nach Eppingen ver­legt hat, bleibt der Feu­er­wehr Bad Rap­penau eben­falls zunächst erhalten. „Ich bin noch Leiter der Führungs­gruppe und für deren Aus­bil­dung ver­ant­wort­lich“, so Kampp, „doch wir werden jetzt in aller Ruhe schauen, wer mir nach­folgen könnte.“

Seit 19 Jahren gehört der gebürtige Elz­taler Kampp, der bereits 1985 in die Jugend­feu­er­wehr seiner Hei­mat­ge­meinde ein­trat und mit 20 Jahren Abtei­lungs­kom­man­dant wurde, der Abtei­lung Heins­heim an. Zehn Jahre stand er ihr vor. „Eines der High­lights während meiner Amts­zeit war die Sta­tio­nie­rung des Ein­satz­leit­wa­gens in Heins­heim, denn es war nicht selbst­verständlich, dass dieses Führungs­fahr­zeug in einen Stadt­teil kam.“ Ein wei­terer Höhepunkt für Kampp, der sich jetzt der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Eppingen anschließen will, war die Sanie­rung des Feu­er­wehr­hauses. „Wir haben das große Glück, dass das Heins­heimer Feu­er­wehr­haus noch unter der Mos­ba­cher Regie gebaut worden ist und ent­spre­chend groß aus­fiel“, erzählt Kampp. „Das sind gute Vor­aus­set­zungen.“ Viel Eigen­leis­tung steckte die Abtei­lung in die Sanie­rung. „Eine Sanie­rung eines Feu­er­wehr­hauses erlebt man nicht so oft.“

Wovon Kampp spricht, kann Lothar Fleck gut nach­voll­ziehen, wenn­gleich in Grom­bach keine Sanie­rung son­dern ein Neubau ansteht. „Das ist eine große Auf­gabe“, weiß Fleck, der vor sechs Jahren angekündigt hat, sein Amt 2021 aus Altersgründen zur Verfügung zu stellen. Seit sechs Jahren plant die Abtei­lung den Neubau, denn das Domizil im Unter­ge­schoss der Ver­wal­tungs­stelle ist nicht mehr zeitgemäß. Der Mann­schafts­trans­port­wagen etwa muss in einer Garage an der Schule unter­ge­stellt werden.

Noch gut kann sich Lothar Fleck an seine ersten Schritte in der Feu­er­wehr erin­nern. „Als ich 1978 ein­ge­treten bin, gab es noch keine Grund­aus­bil­dung, der erste Lehr­gang, den ich belegt habe, war der zum Grup­penführer.“ Schon 13 Jahre später wurde er zum stell­ver­tre­tenden Abtei­lungs­kom­man­danten gewählt. Nach zehn Jahren als zweiter Mann der Abtei­lung folgte 2001 die Wahl zum Kom­man­danten.

„Als ich gewählt wurde, hatte ich schon einen kleinen Vor­ge­schmack darauf, was mich erwartet“, erin­nert sich Fleck, „ich wusste, in welche Rich­tung es läuft und konnte mir Ziele setzen, die ich mit der Abtei­lung errei­chen wollte.“

Ein großes Ziel war das Ablegen des Leis­tungs­ab­zei­chens in Gold. „Wir haben immer Bronze und Silber gemacht, doch nie­mand hatte weiter gemacht.“ Mit einer Gruppe von Grom­ba­chern war Fleck erfolg­reich. „Das war gar nicht so ein­fach, denn es war gefor­dert, dass wir mit Schere und Spreizer agieren mussten, doch es war für uns unlo­gisch, mit etwas zu üben, das wir gar nicht in der Abtei­lung haben.“ Also ent­schieden sich die Grom­ba­cher, das Leis­tungs­ab­zei­chen in Oster­burken anstatt in Heil­bronn abzu­legen.

Blickt Fleck, der auch die Aus­bil­dung zum Atem­schutzgeräteträger hat, auf die ver­gan­genen 43 Jahre zurück, so stellt er fest: „Viele Anfor­de­rungen gab es früher nicht, es hat sich viel verändert, doch man darf nicht auf seinem Stand­punkt stehen bleiben, son­dern muss sich stetig wei­ter­ent­wi­ckeln.“