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Zwei auf einen Schlag

Untergruppenbachvon Angela Groß, HSt

Mit der Übergabe zweier neuer Fahr­zeuge, der Fah­nen­weihe und dem Fest­umzug am Nach­mittag stand der Sonntag ganz im Zei­chen der Feu­er­wehr. Rot leuch­teten die gir­lan­den­ge­schmückten Feu­er­wehr­autos vor der Stet­ten­fels­halle, in einem Halb­kreis stellten sich die Feu­er­wehr­ka­me­raden aus Unter­grup­pen­bach und von der befreun­deten Wehr aus Bon­dorf auf. Bürger­meister Joa­chim Weller sprach von der Treppe. Unten spielte der Musik­verein Edelweiß, die rote Feuer-Torte mit Fotos beider Fahr­zeuge und züngelnden Flammen kam etwas ins Schwitzen. Das süße Kunst­werk über­reichte Weller anstelle der Schlüssel.

Der Unter­grup­pen­ba­cher Ver­wal­tungs­chef erin­nerte daran, dass die Gemeinde "viele hun­dert­tau­send Euro" auf­bringen musste, um die beiden Fahr­zeuge zu kaufen. Diese kosten 560 000 Euro und sind werden bezu­schusst. "Es ist ein guter Tag für Unter­grup­pen­bach und auch für den Land­kreis Heil­bronn", sagte Kreis­brand­meister Uwe Vogel. Die ver­bes­serte tak­ti­sche Aus­stat­tung bei den "ganz uni­ver­sellen, ganz neuen Fahr­zeugen", biete mehr Sicher­heit. Die Feu­er­wehr aus Unter­grup­pen­bach sei in der Lage, einen breiten Bereich abzu­de­cken, nannte Vogel auch die Auto­bahn als Stich­wort. Nach Einschätzung des Kreis­brand­meis­ters werden die neuen Feu­er­wehr­autos zu einem Moti­va­ti­ons­schub führen.

Das Löschfahr­zeug LF 10/6 für die Abtei­lung Unter­hein­riet hat alles, was für den Brand­ein­satz erfor­der­lich ist. Für die Abtei­lung Unter­grup­pen­bach gibt es das Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug HLF 20/20: "Alle Vor­aus­set­zungen, die für die Feu­er­wehr not­wendig sind, sind in dem Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug kom­bi­niert", erklärte Kom­man­dant Timo Hägele. 2700 Liter Löschwasser kann es trans­por­tieren.

Viel Zere­monie, viel fürs Auge und Herz bot die schön gestal­tete Fah­nen­weihe. Für Irm­gard Schmitt, Gemein­de­re­fe­rentin der katho­li­schen Kir­chen­ge­meinde, bot sich in Unter­grup­pen­bach mit einem eher evan­ge­lisch geprägten Umfeld nach Jahr­zehnten wieder die Gele­gen­heit zur Fah­nen­weihe. Weih­wasser für die Feu­er­wehr­ka­me­raden und die neuen Fahr­zeuge sowie ein Segens­gebet gehören seit jeher zu den Ritualen der katho­li­schen Kirche. "Ver­binde uns zu einer Gemein­schaft, anderen im Leben zu helfen und bei­zu­stehen", sprach der evan­ge­li­sche Pfarrer Wolf­gang Alt­vater in der ökume­ni­schen Zere­monie als Bitte aus.

Bei der Fah­nen­weihe kam die seit 1972 durch die Alters­wehr mit Unter­grup­pen­bach freund­schaft­lich ver­bun­dene Feu­er­wehr aus Bon­dorf mit ins Spiel. Ein Paten­band wurde an der erst­mals in der Öffent­lich­keit ent­rollten neuen Fahne der Unter­grup­pen­ba­cher Wehr gesteckt. Flan­kiert war die Abord­nung der Unter­grup­pen­ba­cher Feu­er­wehr von Kame­raden aus Flein, Ils­feld und Abstatt sowie einer Gruppe aus Rain in der Nähe von Strau­bing junge Frauen in lila­far­benen Gewändern und Sträußen waren deren Fah­nen­be­glei­tung. Nach seinem ersten Ein­satz als Fähnrich nach dem Gewicht der Fahne gefragt, kom­men­tierte Feu­er­wehr­mann Rolf Schmitt: "Ganz schön schwer."

Bild 1: Gemein­de­re­fe­rentin Irm­gard Schmitt mit dem Weih­wasser für die Kame­raden und die neuen Feu­er­wehr­fahr­zeuge.

Bild 2: Jetzt hat die Wehr Unter­grup­pen­bach zum ersten Mal eine Fahne: Auf dem Bild zu sehen ist die Vor­der­seite mit Gemein­de­wappen und Unter­hein­rieter Wap­pen­schild. (Fotos: Dennis Mugler)