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Wollenberger kommen zum Fest an der Kelter

Bad Rappenauvon Gabriele Schneider, HSt

Jedes Jahr ver­an­staltet der 400-Seelen-Ort Wol­len­berg zwei große Som­mer­feste. „Da ist zum einen der Jako­bi­markt und zum anderen das Kel­t­erfest der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr“, erzählte Harald Scholz, Feu­er­wehr­kom­man­dant im Bad Rap­pen­auer Teilort. Welche Feier die bedeu­ten­dere ist, darauf mochte sich am Wochen­ende nie­mand fest­legen. Das kann jeder selbst ent­scheiden, hieß es. Die beiden Feste liegen nur zwei Wochen aus­ein­ander.

Neue­rung

Am Samstag begingen die Wol­len­berger ihr Kel­t­erfest, das die örtliche Wehr bereits zum 35. Mal aus­rich­tete. Abends wurde drinnen gefeiert, mit leckerem Essen, Bar-Betrieb und fet­ziger Musik, die die Zwei-Mann-Kapelle Ret­sina lie­ferte. Am Nach­mittag hatten sich die Besu­cher im Freien ver­sam­melt. „Zum ersten Mal haben wir in diesem Jahr eine Hüpfburg für die Kinder orga­ni­siert“, sagte Scholz.

Die vielen Kleinen waren begeis­tert davon, hüpften und tobten wild durch die knaut­schige Plas­tik­burg. Direkt daneben sorgten die Schloss­berg­mu­si­kanten für beschwingte Stim­mung. „Wir sind kein Musik­verein“, betonte Kapel­len­spre­cher Hans Barth, „son­dern ein loser Zusam­men­schluss von Musi­kern, die sich der Egerländer Musik ver­schrieben haben.“ Diese werde in den klas­si­schen Musik­ver­einen eher ver­nachlässigt, wie Barth bedau­ernd fest­stellte. Die Volks­mu­si­kanten kommen aus einem Umkreis von 50 Kilo­me­tern um Grom­bach.

Die 23-köpfige For­ma­tion sorgte am Wochen­ende für strah­lende Laune bei strah­lendem Som­mer­wetter. Sogar der selbst ernannte, ein Mann starke Fan­klub der Schloss­berg­mu­si­kanten war ange­reist. Und auch die Feu­er­wehren aus Bab­stadt und Fürfeld nahmen am Fest teil.

Diri­gent geht in die Luft

Die Rap­pen­auer Kame­raden hatten die im ver­gan­genen November ein­ge­weihte Dreh­leiter mit­ge­bracht. Bis zu einer Höhe von 33 Metern kann die Leiter aus­ge­fahren werden. Spontan ent­stand am Nach­mittag eine ori­gi­nelle Idee, die unverzüglich in die Tat umge­setzt wurde. Mit­hilfe der Dreh­leiter wurde der Diri­gent der Schloss­berg­mu­si­kanten in luf­tige Höhen befördert. Hoch über den Köpfen von Besu­chern und Musi­kanten schwebte der schwin­del­freie Orches­ter­leiter, schwang den Takt­stock und diri­gierte von dort oben ein paar flotte Märsche.

Am Samstag, 19. Juli, findet in Wol­len­berg der Jako­bi­markt statt.