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Wo sich im Glashaus der Rauch verteilt

Neudenauvon Rudolf Landauer, HSt

Eigent­lich gehört für sie das Löschen von Bränden zu ihren originären Auf­gaben. Doch beim Tag der Feu­er­wehr, den Neu­denaus Flo­ri­ansjünger am Sonntag in und rund um die Sturm­feder-Halle abhielten, wird diese Auf­gabe um eine Kom­po­nente erwei­tert: das Durstlöschen. Bei herr­li­chem Frühlings­wetter kommen nämlich zahl­reiche Besu­cher zur Stadt­halle, um sich bei der Feu­er­wehr umzu­schauen und natürlich, um sich dort auch zu verköstigen.

Schlagkräftig

"Wir hatten schon am Vor­mittag eine gut gefüllte Halle, und das freut uns natürlich ganz beson­ders. Unser Auf­wand lohnt sich", stellt Kom­man­dant Jörg Wagner fest. Er weiß um seine schlagkräftige und enga­gierte Mann­schaft und muss sich daher nicht auch noch um die Durchführung kümmern: "Ich habe das ganze Jahr über viel um die Ohren und muss zahl­reiche Ter­mine im Frei­zeit­be­reich absol­vieren", sagt er. So sieht etwa Johanna Schümpel es als ihre Auf­gabe an, beim Tag der Feu­er­wehr jeweils die gesamte Halle hübsch zu deko­rieren: "Und das tut sie mit Können und viel Herz­blut", attes­tiert ihr der Feu­er­wehr­chef.

Tra­di­tio­nell besu­chen sich die Wehren bei sol­chen Ereig­nissen gegen­seitig so auch ges­tern. "Zu uns kamen Kame­raden aus Möckmühl, Bad Fried­richs­hall, Neu­en­stadt, Wid­dern und aus dem Nach­bar­kreis aus Bil­lig­heim und All­feld", so Wagner. Stets eng ver­bunden ist man mit der DLRG aus Möckmühl, die mit einem Geräteseg­ment nach Neu­denau kommen und es dort präsen­tieren. Im Blick­punkt steht natürlich das DLRG-Ret­tungs­boot, das für die Was­ser­wacht ein­ge­setzt wird.

Auf seine Feu­er­wehr­ju­gend ist Jugend­leiter Uwe Amann sehr stolz. Mit dem vom Kreis­feu­er­wehr­ver­band aus­ge­lie­henen Brand­schutzanhänger führen seine Nach­wuchs­blauröcke Übungen zur Brand­verhütung vor. An einem gläsernen Haus zeigen sie die Rauch­ver­tei­lung in einem Wohn­haus und wie man in einem sol­chen Fall richtig belüftet.

Feu­er­wehr­helme

Der dreijährige Paul und seine Schwester Thea finden den Feu­er­wehrtag ganz beson­deres toll. Sie setzen sich Feu­er­wehr­helme auf und sind vom Papa fast nicht mehr aus dem Löschfahr­zeug TLF 16 zu bekommen, das vor der Kur­mainz-Schule auf­ge­stellt ist. Als auch noch das Mar­tins­horn ertönt, sind sie ganz auf­ge­regt: "Das ist richtig span­nend hier", meint Paul und knipst den großen Hand­schein­werfer an, den er kaum tragen konnte.

Zum 15. Mal ver­an­stalten die Neu­de­nauer den Tag der Feu­er­wehr, den sie seit der Fer­tig­stel­lung der Sturm­feder-Halle dort abhalten. Beim Feu­er­wehr­ma­gazin wurde er zuvor abge­halten: "Das war wegen der Lage in der engen Kurve dort sehr ungünstig, hier ist alles optimal", sagt Jörg Wagner.