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Wie Wehrmänner retten, löschen und bergen

Abstattvon Theresa Krug, HSt

Die Sonne brennt vom Himmel, und die Abstatter Bürger wissen auch schon, wie sie sich abkühlen. Am Wochen­ende gibt es kalte Getränke und Unter­hal­tung im und um das Feu­er­wehr­haus. Schon zum neunten Mal stellt die Frei­wil­lige Feu­er­wehr beim Tag der offenen Tür ihr Arbeits- und Auf­ga­ben­feld vor. Rüdiger Rudolph ist seit 22 Jahren Mit­glied der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr und seit Januar sogar ihr Kom­man­dant: „Das Wochen­ende ist für die Präsenz der Feu­er­wehr sehr wichtig. Auf diese Weise machen wir auch Wer­bung. Denn wir sind immer auf der Suche nach enga­gierten Men­schen.“

Unter­repräsen­tiert Über das Wochen­ende sind etwa 100 Helfer im Ein­satz. „Wir haben hier eine starke Kame­rad­schaft und bringen uns alle ein“, erklärt der 51-jährige Kom­man­dant. Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr in Abstatt besteht aus 73 Aktiven, 35 Mit­glie­dern in der Alters­ab­tei­lung sowie aus zwölf Nach­wuchs­feu­er­wehrmännern. „Frauen sind hier kaum ver­treten. Eine ist in der Alters­ab­tei­lung, und drei Frauen sind bei den Aktiven“, so Ober­feu­er­wehr­mann Philipp Kübler (24).

Katha­rina Ehmer (25) ist eine der wenigen Feu­er­wehr­frauen: „Ich bin durch meinen Bruder und durch Kum­pels in die Feu­er­wehr gekommen. Mir macht das hier aber echt Spaß, man kann den Leuten helfen und hat auch einen guten Zusam­men­halt.“

Beson­ders angetan ist Rüdiger Rudolph von den Neckar­taler Musi­kanten, die am Sams­tag­abend für Stim­mung sorgten: „Eine gute Wahl. Am Abend hatten wir über 500 Gäste.“ Am Sonntag gibt es außer einer vielfältigen Ver­pfle­gung auch ein Pro­gramm für Kinder sowie Schau­vorführungen. Marco Wenzel (16), seit zwei Jahren bei der Jugend­feu­er­wehr, erklärt: „Wir zeigen den Leuten hier das Feu­er­wehr­haus und führen später einen Lösch­an­griff vor. Rich­tiges Feuer gibt es zwar keins, aber es wird rau­chen.“

Die Aktiven zeigen anschließend eine tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung aus dem Auto. Auch die Kinder kommen nicht zu kurz. „Für die Kleinen bieten wir Fahrten mit dem Feu­er­wehr­auto an. Außerdem gibt es ein Was­ser­spiel, bei dem die Kinder ein kleines Häuschen, natürlich ohne echte Flammen, löschen dürfen“, erzählt Philipp Kübler. Fabian Royeck (13) und Erwin Ruf (15) helfen den Kin­dern beim Löschen: „Wir sind beide durch unsere Freunde in die Feu­er­wehr gekommen. Es macht uns hier wirk­lich Spaß.“

Not­fall Auch wenn am Wochen­ende gefeiert wird, ist das Feu­er­wehr­team bes­tens für einen Not­fall gewappnet. Kübler: „Wir haben uns im Vor­feld genau über­legt, wie wir die Fahr­zeuge stellen, so dass man im Fall der Fälle schnell weg kann. Zudem werden dann Kame­raden ausrücken, die sowieso hier sind. Es ist alles griff­be­reit, die Leute müssen sich keine Sorgen machen.“

Bild: Die Kinder „löschen“ mit einer Spritze und mit der Unterstützung der Jugend­feu­er­wehr das „bren­nende“ Haus. (Foto: The­resa Krug)